Träume:  Das Innere Kind

Das Innere Kind will gesehen werden. Es braucht Liebe, Aufmerksamkeit und Freude.

Träume: Das innere Kind. Es macht auf sich aufmerksam. Ist es ein Hilferuf? Hast du es verlassen? Nimm es in deine Arme und schenke ihm deine Liebe.

Das Innere Kind ist ein Teil von uns, ein Wesens-Aspekt von großer Wichtigkeit.

 

Unsere Inneren Kinder haben alle etwas abbekommen und gelitten und tragen womöglich immer noch Leidvolles und Schweres mit sich herum, egal, wie alt man jetzt ist. Viele unserer Probleme rühren daher.

Wir haben sie verlassen und sie warten auf Erlösung, auf Heilung - auf unsere liebevolle Annahme und Fürsorge. Es ist sehr empfehlenswert, sich damit näher auseinanderzusetzen. Meine Träume haben mich

dabei sehr unterstützt. Es haben mich auch Bücher begleitet und ich habe mir Hilfe von außen geholt. 

Lasse auch du dir gegebenenfalls helfen.

 

Das Innere Kind wird in meinen Träumen oft symbolisiert durch ein kleines Kätzchen. Das liegt vielleicht

daran, daß ich mit Katzen aufwuchs und ich sie heiß und innig liebte - und sie mich. Diese Träume waren

immer sehr berührend, emotional und hinweisend.

 

Es sind sehr wertvolle Träume, denn es geht um die Heilung des Inneren Kindes -

und damit um ein glückliches, friedvolles, harmonisches und erfülltes Leben



Der älteste (bewusste) Traum, den ich bezüglich meines Inneren Kindes hatte, ist schon sehr lange her und ich weiß gar nicht mehr, wann das war.

Ich hatte ihn nicht aufgeschrieben. Das war auch nicht nötig, denn er war so eindrücklich, daß ich ihn heute noch weiß und die Bilder vor mir sehe.

Tief getroffen und schockiert erwachte ich nach folgendem Traum:

 

 

Die Reisetasche

 

Ich wohnte schon lange nicht mehr bei meinen Eltern. Aber ich kam wohl zu Besuch, denn ich ging den Weg hoch zum Haus.

In meiner rechten Hand hielt ich eine Reisetasche. Als ich um die Hausecke bog, wurde ich mir dessen bewusst, und fast gleichzeitig

durchfuhr mich plötzlich panikartig ein heftiger Schreck. Denn nun wurde ich mir gewahr, was in der Tasche ist, und daß ich mich

schon lange - sehr lange - nicht mehr darum gekümmert hatte.

 

Ich blieb sofort stehen, stellte die Tasche ab, machte mit zittrigen Händen den Reißverschluss auf. In der Tasche lag ein Kind.

Es war kaum noch als Kind zu erkennen, so klein, eingefallen, mager, ausgetrocknet und halb verhungert wie es war.

Kein Wunder, ich hatte ihm schon lange nichts mehr zu essen und zu trinken gegeben. Wie konnte ich es nur vergessen?

Voller Angst und Sorge, aber auch voller Mitgefühl und Liebe blickte ich es an und fragte es: "Wie geht's dir denn?"

 

In diesem Moment nahm es wieder kindlichere Züge an, gerade so, als würde es durch meine Liebe, Anteilnahme, meine

Aufmerksamkeit genährt, gestärkt werden und wieder zum Leben erwachen.

 

Mein kleines Mädchen öffnete die Augen und schaute mich an. Gott sei Dank, es lebte noch.


Die Rüstung

 

Ich weiß nicht mehr, wo ich war. Es waren Leute da. Ich sagte zu einem Mann (den ich aus einem Gruppentreffen kannte), er soll mir eine Rüstung

mitbringen und einen Likör. Ich war mit den anderen Leuten zusammen in einem Haus. Irgendwann kam er. Er war ein auffallender Typ.

Mir reichte es irgendwann. Ich bin rausgegangen, habe die Leute/das Haus verlassen.

 

Da kam auch er, die Rüstung hatte er dabei. Ich freute mich. Ich sah sie von hinten, sie war metallic glänzend. Der Rücken und der Kopf waren aus

glattem Metall, geschlossen, in der Form den russischen Puppen gleich. Arme sah ich keine. Auch keine Beine. Er schob sie. Ich hielt sie an, ging um

sie herum nach vorne und sah, daß es gar keine Rüstung war.

 

In Wirklichkeit war es ein Kinderwagen. Einen kurzen Moment war ich sehr irritiert, überrascht, sogar etwas verärgert?

In dem Kinderwagen waren 2 Kinder. Obenauf auf der linken Seite ein übergroßer Säugling, den ich sofort in meine Arme nahm.

Und dahinter ein kleiner, zarter Säugling.

Traumende.

 

Hinter die Rüstung (unseren Schutzpanzer) schauen. Dort verstecken sich die empfindlichen, ängstlichen, verletzlichen, mehr oder weniger starken Kinder.

Kinder, die uns brauchen. Die den INNEREN ERWACHSENEN brauchen. Für sie da sein. Liebe und Aufmerksamkeit sind die besten Heilmittel und machen

einen Schutzpanzer überflüssig.

 

03.07.2008


Dieser kleine Schatz bin ICH

Das Wertvollste überhaupt

 

Ich hebe ein kleines, winziges, krankes, schwaches Kätzchen auf. Ganz vorsichtig.

Ein Mann sagt zu mir etwas Abfälliges. In etwa: „Es ist doch nicht wert …. Lohnt sich nicht …“

 

Ich fange an zu weinen. Denn ich bin überzeugt und sage: „Das ist das Wertvollste überhaupt.“

 

Mir laufen die Tränen runter und ich wache auf davon.

 

 

*****

 

Souvenir

 

Ein Mann will sich ein Souvenir mitnehmen: Einen Schmetterling.

Der dafür sterben sollte. Daran dachte er aber nicht. Er sah nur den Schmetterling – die „Sache“.

 

Ich gab ihm zu bedenken, daß er dem Schmetterling dafür das Wertvollste nimmt – sein Leben.

 

März 2005


ALLES IST GUT

 

Im Freien. Ich hatte ein winzig kleines Kätzchen in der Hand. Setzte es auf eine Bank. Ich liebte es, liebkoste es.

Es fühlte sich wohl und geborgen.

 

Plötzlich bemerkten wir ein paar Hunde kommen. (An der Leine?)

Das Kätzchen geriet in Panik, wollte flüchten. Es war kaum zu halten. Wollte durch 2 Gitterstäbe hindurch, und dadurch gelang es mir, sie zu fassen.

 

Ich hielt sie fest an mich gedrückt, redete auf sie ein, beruhigte sie, sagte ihr, daß alles gut ist, daß sie in Sicherheit ist.

Vermittelte ihr, daß ich sie beschütze. Daß sie keine Angst haben muß.

 

ALLES IST GUT.

 

02.03.2015


Der alte Stadl

 

Nachbarsort meiner Kindheit. Ich stehe an der Straße und habe einen Säugling im Arm. Möchte mit dem Kind auf die andere Seite in die Sonne gehen.

Dort steht ein alter, verkommener Stadl, an den ich mich anlehnen will. Das Holz ist morsch und brüchig. Ich schaue, was sich im Stadl befindet:

Blanker Erdboden, Steine, Gras, Büsche, ein kleines Bäumchen. Ziemlich düster.

 

Sitze also draußen mit dem Kind im Arm. Ich drücke es, küsse es immer wieder. Ist ein Wonnebrocken, groß, aber so zart und rein. Ich drücke es immer

wieder an mein Herz und küsse es. Es wird immer größer, und wir sind so innig und vertraut. Ich verschmelze fast mit dem Kind, das schon fast Erwachsenengröße angenommen, aber immer noch Kindform hat. Ich sehe dem Kind in die Augen – sie sind strahlend hellblau. Später hat es eine Brille –

klein, dunkel und eckig – auf. Ich stelle fest und sage, daß sie dem Kind gut steht.

 

Dann sitzen wir in dem Stadl, an etwas angelehnt, vor uns der blanke Erdboden, als plötzlich ein Mann, schon älter, - wahrscheinlich ein Bauer – in Arbeitskleidung und mit Hut, mit zwei Gegenständen in der Hand auf (uns) mich zukommt. Er ist entrüstet, fuchtelt vor mir mit einem Messer rum und

sagt: „So geht’s nicht“ oder „bei mir hier nicht“. Ich weiß gar nicht, was los ist. Er deutet mit dem Messer zwischen meine Beine oder auf meinen Schoß.

 

Ich stehe auf (wo ist das Kind?), sage zu ihm: „Nein, hören Sie auf. Bitte nicht. Warum tun Sie das?“ Der Mann ist nicht zu bremsen. Ich fasse ihn an den

Schultern und frage verzweifelt: „Warum sind Sie so verbittert?“ Ich frage ihn nochmal. Mir kommen dabei die Tränen. Ich bin so verzweifelt.

Versuche ihn wachzurütteln. Entdecke eine kleine Gefühlsregung.

 

Ich gehe Richtung Ausgang. Er schmeißt mir das Messer nach. Es schlittert auf dem Boden dahin. Er ruft: „Nimm das Messer mit.“ Ich blicke darauf und

sage: „Das will ich nicht.“ Daraufhin wirft er wütend den anderen Gegenstand nach mir. Er trifft mich nicht. Ich blicke hin. Es ist ein Dolch. Er steckt im Boden.

Ich wache auf.

 

19.01.2002


Die Mistgabel

 

Straßenrand, Auto bzw. LKW. Ein Korb mit geschälten, großen Kartoffeln steht auf der Ladefläche. Ich teile manche in 2 Hälften, weil sie so groß sind.

Nehme den Korb und gehe. Denke dabei, soviel brauche ich eigentlich nicht.

 

Dann fällt mir plötzlich ein, daß die Kartoffeln gar nicht mir gehören. Ich schaue mich erschrocken um, ob mich jemand gesehen hat und gehe schneller. Schuldgefühle. Ich habe Angst, beobachtet zu werden. Verschwinde schnell in einer Seitenstraße, weil ich sehe, daß es jemand gemerkt hat: Ein älterer

Mann (Bauer?) mit einer Mistgabel in der Hand.

 

Er rennt mir nach. Deshalb versuche ich zwischen den Häusern zu entkommen. Plötzlich kommt er mir von vorne entgegen. Steht urplötzlich vor mir,

die Mistgabel wurfbereit auf mich gerichtet. Ich ducke mich schnell weg. Die Mistgabel erwischt das Kind, das da gerade noch steht.

Wache auf.

 

02.01.2002


Heilung – Muttis Brief

 

Träume: Inneres Kind. Liebe, Annahme, Heilung

Mutti (viel jünger) war dabei, einen Brief zu schreiben. Er war lang, es war viel durchgestrichen und korrigiert.

Sie gab mir den Brief. Ich sollte ihn lesen.

 

Er war schön geschrieben, ohne Korrekturen – wie mir auffiel. Hat sie ihn ins Reine geschrieben? Ich las darin.

An den Text kann ich mich nicht erinnern. Aber Mutti war so schön und jung und strahlte so viel Zufriedenheit aus!

Ich glaube, ich habe ihn gar nicht ganz gelesen. War der für mich gedacht? Vorher wußte ich nicht, an wen sie schreibt.

Er war wohl für mich. Ich glaube, ich mußte ihn gar nicht lesen, ich verstand auch so. Fühlte mich so zu ihr hingezogen,

so verbunden. Wir saßen nahe beieinander. Ich glaube, unsere Köpfe berührten sich.

Wir genossen diese Verbundenheit und vollkommene Harmonie.

 

Da kam eine Katze auf uns zu, ich nickte ihr willkommen zu und lud sie damit ein, hochzukommen, auf unseren Schoß.

Wir saßen ja so nahe zusammen, daß sich unsere Knie und Oberschenkel berührten. Die Katze zog sich sogleich mehr hoch,

als daß sie sprang, in unsere Mitte, ging dann auf den Schoß von Mutti und dann auf meinen und hatte plötzlich 2 Köpfe.

Einen auf ihrer Seite, einen auf meiner. Die beiden Katzen-Köpfe waren klein, so zart und zerbrechlich. Ich war ganz berührt und strich ihnen sanft über

den Kopf.

 

Der Katzenkopf [das Innere Kind] von Mutti, reckte ihr Köpfchen mir entgegen, scheu, noch ein wenig ängstlich, war ganz schmal mit großen fragenden,

sich nach Liebe und Annahme sehnenden Augen. Ich nahm ihr Köpfchen liebevoll in beide Hände und gab ihr zu verstehen, was für ein wundervolles Wesen

es sei. Ich weiß die genauen Worte nicht mehr.

 

Das alles war Ausdruck von Liebe, Annahme, Heilung.

Katzen stehen in meinen Träumen symbolisch für das Innere Kind.

Heilung hat stattgefunden.

 

18.10.2007


          

 

            Liebe pur

 

             Ich war innigst mit einer Katze zusammen. Habe sie geherzt und abgebusselt. LIEBE PUR.

 

             Hatte vor dem Einschlafen mein Inneres Kind in Gedanken umschlungen und mit in den Schlaf genommen.

             Katzen stehen symbolisch oft für mein Inneres Kind.

 

                   16.07.2017


Die 3 Katzen

 

Es war in meinem Elternhaus. Ich kam von der Kammer in die Küche rein. Da kam eine Katze. Sie sah normal aus, sah mich aber hungrig an.

Ich sagte, ich habe leider nichts. Ich muß/werde was besorgen.

 

Da kam eine 2. Katze. Sie hatte ein ganz dickes Fell, ja, ein richtig dicker Pelz war das. Ich fand sie drollig.

 

Da sah ich eine 3. Katze. Sie hatte ein Junges dabei. Beide waren nackt. Was ist denn mit denen passiert? Ich wollte vorsichtig über den Rücken

der Mutter streicheln, aber sie duckte sich weg, vermutlich vor Schmerz. Die Haut war wund, gespickt mit kleinen verkrusteten Stellen.

Ich war entsetzt.

 

Ich schaute Mutti fragend an. Sie sagte: „Da hat halt jemand die Mähne brauchen können“, kalt, unberührt, so als wäre nichts.

Mir kamen die langen, schönen Haare von Molli in den Sinn.

 

Was hat man euch nur angetan? Entsetzen! Weinen. Wie kann man nur so grausam sein.

Bin von meinen Tränen aufgewacht.

 

 

Die Katzen symbolisieren 3 Zustände meines Inneren Kindes:

  •  „Normal“, aber hungrig (nach was wohl?!)
  • Dickes Fell zugelegt (Panzer, um mich zu schützen)
  • Nackt, verletzt, verwundet. Wunden sind nun sichtbar.

Es geht darum, meine Wunden aufzudecken, den Schmerz zu fühlen, damit die alten Wunden heilen können. 

Mein Inneres Kind schreit nach Hilfe. Hatte es so lange "vergessen", nicht beachtet.

Es ist eine deutliche Aufforderung, hinzuschauen, für mein Inneres Kind da zu sein, ihm jetzt zu geben, wonach es sich (immer noch) so sehr sehnt.

 

03.07.2008


Das erinnert mich an einen weiteren, früheren Traum:

 

Die Welt erobern

 

Ein kleines Kätzchen spielte ganz selbstvergessen und ausgelassen. Es ging ihm gut, es spielte und tobte mit den anderen.

Eines Tages kam es heim, sah etwas mitgenommen aus. Aber es lief bald wieder fort, um die Welt zu erobern.

 

Als es wieder heim kam, hatte es ein paar Schrammen und es sah müde aus.

Nichts desto trotz machte es sich bald wieder auf den Weg.

 

Als es das nächste Mal wieder kam, humpelte es, war verletzt und blutete. Mühsam, ohne Kraft schleppte es sich heim.

Jemand oder etwas hatte ihm massiv zugesetzt.

Was ist denn nur passiert? Bleib lieber hier. Geh nicht wieder fort.

 

Aber es ging. Es ging immer wieder. Gab nicht auf. Was sollte es auch sonst tun? Es wollte leben. Es war neugierig ...

Es holte sich viele Schrammen und Blessuren. Die Verletzungen wurden immer massiver. Das Kätzchen wurde immer trauriger ...

 

Meine Augen füllten sich mit Tränen. Hilflos und voller Mitgefühl wachte ich auf.

Ich erkannte, daß ich das bin. Mein Inneres Kind.

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