Weil jeder Einzelne zählt

Weil jeder Einzelne zählt. Sei DU die Veränderung.

Alle Erfahrungen, alle Erlebnisse, alles Sichtbare, alles Fühlbare sind Momentaufnahmen.

 

So wie eine Pflanze zu einer bestimmten Zeit ihr grandioses Blütenkleid zeigt, kann ihre Pracht schon am nächsten Tag abgefallen sein. Vielleicht macht sie gerade Pause, um neue Kraft zu schöpfen für die nächsten Blüten oder vielleicht zieht sie sich ganz zurück.

 

Kennst Du das Gefühl, wenn die Wäsche gewaschen, gebügelt und weggeräumt ist, der Geschirrspüler ist ausgeräumt und alles verstaut, die Wohnung geputzt – alles ist blitzblank und Du fühlst Dich rundum wohl? Wie lange hält das wohl an? Nach sehr kurzer Zeit wartet schon die nächste Ladung Wäsche, der Geschirrspüler wird, kaum entleert, schon wieder befüllt und der Staub macht vor nichts Halt. Ein unaufhaltsamer Kreislauf. Alles Momentaufnahmen.

 

Und so ist es auch mit uns selbst. Von der Wiege bis zur Bahre … Unsere Erfahrungen, unser Wissen, unsere Gefühle, unsere Erlebnisse, unser Glauben, unsere Muster, unsere Gedanken, unsere Reaktionen, unsere Aktionen, unser Bewusstsein – unser ganzes Leben, ja, alles unterliegt der ständigen Veränderung. Nichts steht still. Alles Momentaufnahmen in unserem scheinbaren Zeitgefüge.

 

Das Leben ist so vielfältig, es lässt sich in keine Schubladen pressen. Jeder lebt sein Leben, so wie er es eben gerade erlebt. Jeder wählt ganz individuell – in jedem Moment -, jeder setzt seine Prioritäten, jeder schlüpft in seine schier unbegrenzten Rollen, um das Leben zu erfahren, um sich selbst zu entdecken, um sich auszudrücken.

Manchmal hört man solche Sätze wie: „Warum lässt Gott es zu, daß …“ Wieso sollte Gott uns Grenzen setzen? „Er“ lässt seinen Kindern den freien Willen. Und das gilt nun mal für ALLE. Die Kriege, die Hungersnöte und andere Katastrophen werden von Menschen erschaffen.

 

Ich sehe Gott als die EINE Kraft. Ich nenne sie LIEBE. Und in „ihr“ ist alles möglich, alles enthalten, das gesamte Potential. Es gibt also nichts, was nicht GOTT ist. ALLES ist Ausdruck des EINEN. Die Unterscheidungen, die wir machen, unsere Benennungen, unsere Urteile, sind unsere Wertungen. Gut und Böse, was wir mögen und was nicht, was wir akzeptieren oder ablehnen. In Wahrheit ist einfach, was ist. Das, was sich zeigt. Und das ist einfach Fakt und neutral. Erst die Geschichte, die Bedeutung, die wir Etwas/Jemandem/einer Situation geben, macht es zu unserem „Glauben an Gut und Böse, etc.“. Und zum kollektiven Glauben …

 

Solange ein Mensch nicht gelernt hat, sich selbst zu lieben – wird er Krieg führen (im Großen wie im Kleinen).

Solange ein Mensch nicht gelernt hat, sich selbst zu lieben – kann er keinen anderen lieben.

Solange ein Mensch nicht gelernt hat, sich selbst zu lieben - lebt er im Bewusstsein von Mangel und dadurch in der Angst.

 

Gott hat uns den freien Willen gegeben. Das heißt auch, wir dürfen dazulernen. Auch an den Beispielen Anderer. Wir dürfen unser Herz öffnen, zu allererst für uns selber. Wir dürfen uns selber sehen und annehmen. Die Liebe in uns erkennen, unser Licht. Denn in Wahrheit sind wir Lichtwesen, ein Teil Gottes, ja, wahrhaft göttlich. Wir haben es nur vergessen. Wir sehen uns als materielles Wesen, als ein Mensch, der geistige Erfahrungen sammelt. Dabei ist es gerade umgekehrt: Wir sind Geist, ein Geistwesen, ein Lichtwesen, das menschliche Erfahrungen macht. Ein Ausdruck Gottes im menschlichen Kleide, sozusagen.

 

Ein Mensch, der die Liebe wieder entdeckt hat in sich selbst und der sie auch lebt, hat ein weites, offenes Herz. Dieser Mensch hat Mitgefühl für sich selbst und damit auch für jeden anderen. Nicht nur für andere Menschen. Auch für unsere Tiere. Für unsere Pflanzen. Für unsere Natur. Für Mutter Erde. Er wird weder sich selbst, noch einem anderen wissentlich Schaden oder Leid zufügen. Er wählt die Liebe. Er wählt Mitgefühl.

 

Es beginnt also bei jedem Einzelnen. Lasst uns also nicht „die Anderen“ anprangern, die scheinbar so viel Leid bringen. Denn selbst dieses Jammern, Kritisieren, Diskutieren, Schuld zuweisen, Anklagen ist eine Form von Gewalt. Gewalt in Form von Worten oder Gedanken. Da Gedanken und Worte Energie sind, und Energie weder verloren geht noch begrenzt ist, können sie mit ihrer Negativität (Mangelgedanken, Angstgedanken) unsere Herzen noch mehr verschließen und vergiften. Und das betrifft das gesamte Kollektiv. Wir schaden uns damit nur selbst.

 

Stattdessen können wir eine bewusste Entscheidung treffen. Für die Liebe. Für Mitgefühl. Es gibt keine stärkere Kraft als die Liebe. Sie ist der Motor des Lebens. Und auch diese „Energie“ ist unbegrenzt und geht auf Reisen. Geht ein ins Kollektiv. Ich glaube, nur so ist es möglich, eine Welt zu kreieren, in der mehr und mehr die Liebe das Sagen hat. Eine Welt des liebevollen Miteinanders, voller Achtung, Würde, Mitgefühl und Frieden.

 

Weil jeder Einzelne zählt.

 

Sei Du die Veränderung.

 

01.07.2017


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