Sag dem Angst- und Sorgen-Macher-Programm Adieu

A. erzählt ihrem Pferd ständig, wie gefährlich das Leben ist. Drohender Zeigefinger.

Sagt ihm, wie und was es machen darf, muß, und was nicht. Und was gefährlich ist.

Und natürlich sagt sie das auch anderen.

 

Diese ständige Angstmacherei erzeugt Druck, Stress, Angst, Verkrampfungen,

Sorgen, Panik, Krankheit, Beschränkung, macht unfrei.

 

Kein Wunder, daß es weder dem Pferd, noch A. gut geht.

 

Verständlich, daß gerade die Leute, die selbst noch nicht viel erlebt haben – weil ihre

Ängste und Zweifel sie daran hindern -, anderen sagen, wie gefährlich das Leben ist.

 

Rechtfertigung für ihre Ängste, ihre Passivität, ihre Unfähigkeit? Sie brauchen Verbündete, die bestätigen, daß sie Recht haben. Dann sind sie zufrieden und beruhigt (wenn der andere ebenfalls vor Angst bibbert und seine Pläne und seinen Optimismus aufgibt).

 

Aber ich bin nicht auf dieser Welt, um diese ängstlichen Menschen zu bestätigen oder zu beruhigen. Auch nicht, um mir ihren Kopf zu zerbrechen.

Sondern ich bin verantwortlich für mein Leben. Dafür, daß meine Seele sich entfalten kann. Daß ich mir nichts vorenthalte, aus welchen

Gründen auch immer.

 

Wenn mein physisches Leben vorbei ist und ich mir Erfahrungen versagt habe aus Angst und Zweifel, dann ist es unwiederbringlich zu spät.

Wem kann ich die Schuld geben?

 

Den Menschen, von denen ich mir Angst habe machen lassen, die mir einredeten, daß das nicht geht, daß ich das nicht darf, daß man das nicht tut,

was alles Schreckliche passieren kann ….?

 

Für all das Verpasste, für nicht gelebtes Leben, muß ich mir alleine die „Schuld“ geben! Nur ich, ich ganz alleine bin zuständig für mich!

 

Ich habe dafür zu sorgen, daß ich alles habe, was ich/meine Seele brauche/braucht und was gut für mich ist. Kein Mensch kann für mich

Entscheidungen treffen. Ganz egal, was der andere denkt, will oder tut. Ich treffe grundsätzlich ganz für mich alleine meine Entscheidung.

 

Aufhören mit falscher Rücksichtnahme! Und falschem Pflichtgefühl!

Ich bin als aller erstes mir gegenüber verpflichtet. Was will ich wirklich? Was ist für mich, für meine Seele wichtig und gut?

 

Die anderen sind für sich selbst zuständig, und nur für sich. Dafür, daß es ihnen gut geht, daß sie haben, was sie meinen zu brauchen, daß sie ihre

Meinung, ihren Willen, ihr Wünsche äußern – wenn sie dies wollen. Die anderen sind auch nicht dafür zuständig, daß es mir gut geht.

 

Also, warum mir den Kopf zerbrechen? Über Dinge, die mich nichts angehen und über ungelegte Eier. Ist das nicht vollkommen absurd?

Mir den Kopf zerbrechen – wegen anderen/für andere – über Situationen, die eventuell in der Zukunft eintreten könnten?

 

Wenn sie nicht eintreten, habe ich völlig umsonst vorzeitig graue Haare gekriegt, meine Nerven strapaziert, meine Energie verschleudert.

Wenn sie eintreten, dann treten sie ein, ob ich mir Sorgen mache, oder nicht. Außerdem ist die Chance, daß sie eintreten, größer, wenn ich mir

Sorgen mache. Selbsterfüllende Prophezeiung nennt sich das. Ich ziehe es durch mein negatives Denken regelrecht an.

Also, pass auf, was du dir wünschst. Es könnte in Erfüllung gehen.

Denn Sorgen sind auch Wünsche. Du möchtest nicht, daß ... passiert. Aber das Universum kennt keine Negierung, und sagt: Dein Wunsch ist mir Befehl.

 

So oder so: Sorge dich nicht. Das ist deinem Glück abträglich.

 

*****

 

Ich hatte diese Zeilen vor vielen Jahren geschrieben. Ausgelöst durch Gespräche mit A., durch die ich hautnah miterlebte, was mit übertriebener

Ängstlichkeit und mangelndem Vertrauen in sich, in andere und das Leben überhaupt, Negatives angerichtet werden kann.

Und wie es sich, wie in diesem Fall, auf ein Tier übertragen kann.

 

Ich kenne dieses Angst- und Sorgen-Macher-Programm sehr gut. Wurde ich doch selbst damit viele Jahre „geimpft“. Als Kind und auch noch als

Erwachsener wurde ich damit von bestimmten Menschen bombardiert. Es hat in mir oft Ärger und Wut ausgelöst, weil ich mich dem oft hilflos

ausgeliefert sah und nicht wußte, wie ich mich davor schützen und ihnen helfen könnte, die Dinge positiver zu sehen. Den Kontakt wollte und

konnte ich nicht beenden. Ich mußte mich immer dagegen wehren. Es war ein innerer Kampf, den ich mit mir selber ausgefochten habe.

Ich wollte ein anderes Leben führen. Vielleicht war ich deshalb so abenteuerlustig, habe vieles ausprobiert, habe mir viel von der Welt angeschaut

und viel erlebt. Ich demonstrierte ihnen, daß es auch anders geht. Und ich wollte ihnen helfen – das klassische Helfersyndrom lässt grüßen.

Dennoch - alles in allem viel Kampf, Unfreiheit - und Sorgen.

 

Wer erfährt schon als Kind, daß da eine wundervolle, interessante und spannende Welt auf es wartet mit vielen Möglichkeiten. Daß es stark,

frei und großartig ist? Sich sein Leben wundervoll gestalten und immer das Beste für sich wählen kann?

 

Wer wird schon als Kind „geimpft“ mit Liebe, Vertrauen, mit Freude, mit Begeisterung. Wem wird schon vermittelt, welch göttliches Geschöpf es ist?

Daß es die Liebe in sich trägt, daß es Liebe IST? Wem wurde der Rücken gestärkt, wer wurde ermutigt, wer wurde geliebt, so wie er/sie war?

Aus dem einzigen Grund: weil es dich gibt?

 

Wer hatte solche Vorbilder?

Solche „Vorbilder“ sind selten. Warum? Weil die Menschen selber keine solchen Vorbilder hatten. Sie haben es selbst nicht anders kennengelernt.

Sie geben das weiter, was sie eben kennen.

 

AUSSER: Ihr Bewusstsein verändert sich. Sie werden sich dessen bewusst.

Und wollen es ANDERS, besser machen. GRATULATION. Solche Menschen braucht die Welt!

 

Der Kreislauf kann durchbrochen werden.

GEH DU VORAN. Mache DU es anders! Du machst es für dich. Du machst es für deine Kinder. Du machst es für die Welt.

Du machst es für uns ALLE.

 

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