Licht in dunkle Ecken

Bringe Licht in deine dunklen Ecken. Nur so wirst du frei von Projektion und erkennst dich als Schöpfer deiner Realität.

"Das Leben geht an mir vorbei"

 

Wie kann das sein?

Das Leben ist da, wo ich bin.

ICH BIN das Leben.

 

Alles was ich mit meinen menschlichen Augen sehe, ist trügerisch.

Alles was ich mit meinen menschlichen Ohren höre, ist trügerisch.

Was dann?

Nur mit dem Herzen siehst du wirklich gut.

Unverfälscht, unverfärbt, rein.

Nur mit dem Herzen siehst und hörst du unverfälscht.

 

 

Mein Drehbuch mit perfekter Rollenbesetzung

 

Ich habe Drehbücher geschrieben, die Rollen verteilt.

Habe meine Rolle perfekt gespielt. Doch andere haben nicht mitgespielt.

Haben das Drehbuch umgeschrieben.

Ich war enttäuscht, verzweifelt, traurig, ohnmächtig.

Die Illusion ist geplatzt. Wollte es nicht wahrhaben, habe gelitten.

Das waren die falschen Darsteller.

 

Ich schreibe ein neues Drehbuch. Verteile die Rollen.

Ich spiele meine Rolle perfekt.

Aber die anderen spielen nicht so wie ich will.

Sie haben ihr eigenes Drehbuch und ich spiele darin nur die mir zugeteilte Rolle.

Diese mir zugeteilte Rolle gefällt mir nicht. Ich bin doch mehr/anders, als diese mir zugeteilte, übergestülpte Rolle.

Will ich in ihrem Drehbuch mitspielen, muß ich mich anpassen und das tun, was die Rolle vorschreibt,

also was die Drehbuchschreiber wollen.

Was tun?

Spiele ich mit, kann ich nicht mein eigenes Drehbuch spielen.

Fühle mich eingeengt, unfrei, verkannt, einsam, macht mich traurig oder wütend, macht mir Angst, macht mich ohnmächtig.

Nein! Das will ich nicht! Ich steige aus.

ICH habe doch ein Drehbuch. Mein Drehbuch. Ich will MEIN Drehbuch spielen.

Ich suche mir meine Mitspieler aus. Sie wissen noch nichts von ihrer Rolle.

Ich bin wieder perfekt. Ich weiß genau, was jeder zu tun hat.

Bin enthusiastisch. So ein tolles Drehbuch! Ich arbeite es nochmal durch, schmücke es aus. Es ist perfekt!

 

Aber - oh! Was war das? Das steht nicht im Drehbuch! Das sollte anders sein!

Falsche Wortwahl, falscher Ton, keine Zeit? Zu spät, zu früh, der Ausdruck gefällt mir nicht, das will ich nicht, so nicht!

Du liebst mich nicht, bin nicht Wert genug, er verletzt mich, warum sieht er mich denn nicht so, wie ich wirklich bin?

Enttäuschung, Wut, Eifersucht, maßlose Traurigkeit, Verzweiflung!

Warum klappt denn das nie?

Warum hält sich denn keiner an seine Rolle???

Könnte alles so schön sein. - Ich gebe auf.

Letzter Akt dieses Dramas! Dabei sollte es gar kein Drama werden.

Es war doch als wunderbare, endlose Liebesgeschichte geschrieben!

 

Neues Drehbuch!

Neuer Tag, neues Spiel!

Welches Drehbuch schreib ich jetzt?

Habe ich schon angefangen, oder sind die Seiten noch leer?

Wird mir die Inszenierung diesmal gelingen?

Werde ich die passenden Mitspieler finden?

Wem gebe ich diesmal welche Rolle?

Ich kenne meine Mitspieler noch gar nicht, aber ICH bestimme, welche Rolle sie zu spielen haben!

Ich verdamme sie zu ihrer Rolle. Und mich gleich dazu!

Denn die Rolle, die sie dann wirklich spielen, bestimmt dann meine Rolle! Ob ich (dann noch) will, oder nicht.

Zwänge ich jemandem eine Rolle auf, muß ich die Konsequenzen tragen.

Das heißt, mein Drehbuch wird nie so gespielt werden, wie ich es geschrieben habe.

Ich habe meine Mitspieler einfach nicht unter Kontrolle.

Jeder macht, was er will. Es denkt ja gar keiner daran, das zu machen, was ich will. Mist.

Das heißt, mein schönes Spiel geht nie auf. Es mag eine Weile funktionieren. Aber dann zerplatzt mein Traum vom Glück

in lauter bittere Tränen. Von Rosarot bis am Boden zerstört.

 

Ich jage meinen Geschichten nach.

 

Es geht mir gar nicht um die Personen. Die Personen sind austauschbar.

Es ist egal wer die Rolle spielt - solange er sie so spielt, wie sie geschrieben steht.

Solange Varianten/Szenen dazu kommen, die mir auch gefallen, so darf das sein. Sie sind u.V. willkommen.

 

Ich bin verliebt in meine Geschichten.

Was sind das eigentlich für Geschichten?

Es sind Geschichten von einer heilen Welt.

Geschichten einer Liebe, romantisch, treu und ehrlich,

ein Miteinander und Füreinander, ein Einssein, eine Einheit, Freude und Glück, nichts, das trennen kann.

Eine Liebe unter der ich gerne gezeugt worden wäre und mit der ich gerne aufgewachsen wäre. Genährt worden wäre.

Aber das ist nicht der Fall. Weder das eine, noch das andere. Im Gegenteil.

 

Aber kann ich diese Liebe durch meine Geschichten in mein Leben holen? Nein! Damit erreiche ich das Gegenteil.

Ich funktioniere nur wie eine Marionette, an deren Fäden jemand zieht, genauso wie meine Mitspieler Marionetten sein sollen,

an deren Fäden ich ziehe.

Wer kann an meinen Fäden schon ziehen? Ich selber, wenn ich unbedingt was will.

Die anderen, wenn ich so sein soll, wie sie mich haben wollen.

Beides ist nicht erstrebenswert.

In beiden Fällen bin ich Marionette.

 

Es ist diese Sehnsucht, die mich treibt.

Sie ließ aus meinem Herzen eine Mördergrube werden, weil ich mir bisher nicht anders zu helfen wußte.

Ich war so verzweifelt auf der Suche nach dieser Liebe, daß meine Augen blind und meine Ohren taub waren.

Ich wollte sie haben, koste es, was es wolle.

Wieviele Mitspieler habe ich auf dem Gewissen?

Abgekanzelt, beurteilt, verurteilt, bewertet, vom Throne gestoßen, nicht erkannt, nicht gesehen, für nicht Wert erklärt,

mit Füßen getreten, nicht geachtet, verdammt, nur als Objekt gesehen zur Erfüllung meiner Vorstellungen.

Benutzt. Respektlos.

 

Oh, welche Erkenntnis!

 

Sie alle habe ich benutzt. Oder wollte sie benutzen. Manche haben sich benutzen lassen, manche nicht.

Genauso wie ich mich von manchen benutzen habe lassen und von anderen nicht.

Wahnsinn! Im wahrsten Sinne des Wortes.

Was bin ich für ein Mensch. Bis vorhin dachte ich noch, ich wäre eine "Heilige". Und alle anderen wären die "Bösen".

Ich wollte aus den anderen Marionetten machen, an denen man zieht, wie man sie gerade braucht

und wenn sie grad lästig sind oder uninteressant, stellt man sie in die Ecke, in den Keller, oder wirft sie weg.

So war bisher mein Leben.

 

Oh, wie oberflächlich!

Wie oft habe ich Menschen als oberflächlich abgewertet.

Ich sagte immer, ich brauche Menschen mit "Tiefgang".

Dabei war   i c h   die Oberflächlichkeit in Person.

I c h   brauche Tiefgang. Ich bin diejenige, die oberflächlich ist.

Ich brauche Zuverlässigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit!

Weil es   m i r   fehlt. Deshalb fordere ich es von anderen.

Wie oft habe ich mich selbst belogen?

Wie oft war ich mir untreu? Habe nicht gemacht, was ich eigentlich machen wollte?

Wollte/konnte nicht hinschauen? Habe nicht gesehen, nicht gehört!

Das heißt,   i c h   war oft nicht zuverlässig, nicht offen, nicht ehrlich. Und   i c h   war oberflächlich.

All das habe ich immer bei anderen gefordert, zu sein.

Beim geringsten "Vergehen" habe ich sie abgelehnt.

 

Projektion! Danke. Jetzt kann ich das erkennen. In die dunklen Ecken kam endlich Licht.

Ich bin so dankbar! Ich danke allen Beteiligten. Allen, die sich zur Verfügung stellten 1000 Dank für ihren Dienst.

All die, die ich vor den Kopf gestoßen habe, verletzt habe, nicht liebevoll zu ihnen war, bitte ich, mir zu vergeben.

Ich vergebe auch mir, denn ich habe es nicht besser gewusst.

Ich danke allen Lichtwesen und spirituellen Helfern, mir das alles bewusst zu machen, für ihre Führung und ihre Liebe. Danke!

So sei es und so ist es. Danke!

 

04.09.2007

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