Vom Schatten ins Licht

Schattenthemen erlösen

Wir alle haben lichtvolle Seiten und wir haben Schattenseiten. In uns ist alles enthalten. Das gesamte Potential. Es ist uns jedoch nur ein winzig kleiner Teil davon bewusst. Das meiste bleibt unbewusst irgendwo in der Versenkung.

 

Die Schattenseiten sind Charakterzüge, die wir nicht mögen, die wir ablehnen, nicht wahrhaben wollen und daher verdrängen. Wir projizieren sie nach außen.

 

Alles, was wir verdrängen, ist trotzdem noch da - unterschwellig - und rumort, raubt uns unsere Energie, unsere Kraft. Blockiert unsere Lebensenergie. Die Gefühle, die wir unterdrückt haben, drängen darauf, anerkannt und integriert zu werden. Solange wir keinen Frieden damit geschlossen haben, agieren wir nicht - wir können nicht frei wählen -, sondern wir re-agieren nur. Wir fühlen uns den Attacken unserer "Knöpfe-Drücker" ausgesetzt. Solange, bis das jeweilige Thema in uns erkannt, als zu uns gehörend akzeptiert und liebevoll angenommen ist.

Die Schattenthemen sind die tiefere Ursache für unliebsames Geschehen.

 

Schattenthemen erlösen heißt, uns die verdrängten Teile unserer Persönlichkeit bewusst zu machen.  Wenn wir sie enttarnen, ihnen ins Auge schauen, holen wir sie ins Licht. Sie gehören zu unserer Ganzheit, zu unserem Potential.

Alle Teile sind nötig, um ein Ganzes zu bilden.

 

Wenn wir gesund und glücklich sein wollen, kommen wir nicht drum herum, uns mit unseren Schattenthemen auseinanderzusetzen. Wenn wir das Lichte und das Dunkle ehren und vereinen, kommen wir wieder in unsere Mitte. Neue Energie fließt uns zu. Heilung geschieht.

 

Einige meiner eigenen Erfahrungen und Gedanken dazu habe ich in den vergangenen Jahren zu Papier gebracht und möchte sie mit dir teilen. Solltest du Fragen dazu haben, bin ich gerne für dich da.


Siehe auch:


Gedanken über Ängste und Sorgen

Kennst du das auch:

 

"Ich muß aufpassen.

Damit ich nichts übersehe, nichts vergesse.

Wie schnell ist was gesagt, getan, was man mir dann ankreidet.

Ich könnte es bereuen.

Es könnte mein Schaden, mein Nachteil.

 

Was, wenn ich krank werde/bin?

Niemand da, der sich um mich/die Wohnung/die Pflanzen kümmert.

 

Angst vor meiner Angst, vor meinen Sorgen - damit ziehe ich genau diesen Mist an.

 

So viel Zweifel. Negatives Denken.

Von ... geerbt? Habe ich das alles geglaubt und somit übernommen für mein Leben?

 

Ich will das nicht. Ich will frei sein von diesem ganzen Müll...

 

Warum kann ich nicht einfach vertrauen. Vertrauen, daß ich immer zur rechten Zeit das Richtige tue, sage und somit gibt es keine Probleme, sondern nur Lösungen.

 

Was hindert mich daran, so zu denken oder besser gesagt, eben gar nicht zu denken.

Einfach voller Hingabe an den Moment sein - das ist Vertrauen.

So schwer kann das doch nicht sein!

 

Wenn ich nicht alles vorher auslote, prüfe, recherchiere... könnte ich einen Fehler machen.

 

Ich muß alles unter Kontrolle haben.

 

Das macht ganz schön eng.

 

Wenn ich NICHTS mache, kann ich keinen Fehler machen -

was, wenn aber DAS der größte Fehler ist?

Vor Angst sich nicht rühren. Angst, es könnte was passieren.

Ich lebe nicht, ich vegetiere dahin.

Stillstand.

 

 

Das bisschen "heile Welt" bei und nach spiritueller Praxis - und dann wieder Kälte und Dunkelheit.

Nachrichten voller Horrorgeschichten, Krankheit und Leid. In dieser Welt lebe ich.

 

Was stimmt denn nun?

Wo mache ich mir was vor?

Wer bin ich im Hinblick darauf?

Was hat das mit mir zu tun?

 

Habe ich das Recht, immer "heile Welt" zu spielen? Egal, was draußen in der Welt passiert?

Ist das "Wegschauen"?

Bin ich verpflichtet, dagegen was zu tun?

 

Was bringt mir das Mitleiden?

Macht das Sinn?

Verändert das die Welt?

 

Warum mich nicht nur mit Schönem beschäftigen?

Was mich mit Freude erfüllt.

 

Bin ich nicht stark genug, wenn mal eine "Herausforderung" kommt, diese zu meistern? Habe ich bisher doch immer.

Woher dann diese Angst davor?

 

Ich beschäftige mich statt dessen schon im Vorfeld mit "Problemen", die es (noch) gar nicht gibt.

Die es vielleicht nie geben wird.

 

Was für eine Zeit- und Energieverschwendung !!!

Was für ein Energie-Raub mir selbst gegenüber !!!

Das ist keine Liebe !!!

 

Ich halte mich selbst ständig in Angst.

 

 

Aber ich will Frieden, Ruhe, Geborgenheit.

 

Ich will Freude, Stille, Liebe - stets und bei ALLEM, was ich tue."

Ho'oponopono für Besserwisser

Jede Nuss ist einzigartig
Jede Nuss ist einzigartig

Statt die Menschen als hilfsbedürftig, leidend, klein, arm, mitleiderregend, falsch, unzulänglich, arrogant, unbewußt, hilflos, oberflächlich, hinterhältig, gemein, achtlos, erstrebenswert, noch nicht so weit (für die spirituellen Besserwisser :) ... oder sonst wie zu betrachten und damit die Schubläden zu bedienen,

 

versuche die Menschen doch mal in einem anderen, neuen Licht zu sehen.

Und DICH natürlich AUCH !

Erkenne den göttlichen Aspekt in uns Menschen: SEIN in einem menschlichen Körper,

als Seele in ihrem Selbsterfahrungs-Prozeß, in der Bewußtwerdung ihrer Selbst.

 

Ich sehe dich.

Ich achte deinen Ausdruck, deinen Weg.

So wie du bist, bist du in Ordnung.

 

Ich höre auf, dich verändern zu wollen.

Ich höre auf mit meiner Anmaßung, zu glauben, daß etwas falsch ist an dir und geändert werden sollte.

Ich höre auf, an dir herumzumäkeln, herumzudoktern, an dir zu zerren, dich zu belehren, dich zu manipulieren, dir das Gefühl zu geben, so wie du bist, bist du nicht ok, du müßtest dich ändern.

 

Ich höre auf, dir deine Erfahrungen wegzunehmen, getarnt als gutgemeinte Hilfe.

Ich höre auf damit.

 

Ich gestehe dir deine eigenen Erfahrungen zu und ich mute sie dir auch zu.

Und ich achte dich in deinem So-Sein.

 

Jeder trägt die Lösung seiner Herausforderungen in sich.

Jeder hat Zugang dazu.

Jeder ist sein eigener Heiler.

 

Keiner ist mehr oder weniger, besser oder schlechter.

Unser Ursprung, unsere Quelle, unsere Essenz ist die gleiche.

Da ist nur DAS.  In seinem vielfältigen Ausdruck.

 

Die Reise einer Seele ist unergründlich.

Es ist das pure SEIN.

 

Ich beobachte einfach.

Und staune!

Es ist der Ausdruck, das Bild des EINEN.

Es rührt nicht an der Essenz.

Es ist die „Schau“ dessen unendlichen, unbegrenzten und unergründlichen Möglichkeiten.

 

 

Ho'oponopono:

 

„Was auch immer in mir zu dieser überheblichen Sichtweise geführt hat:

Es tut mir seid.

Bitte verzeih mir.

Ich liebe dich.

Ich danke dir.“

 

 

Neue Erfahrung:

 

„Ich sehe Gott in dir und in Allem.

Ich beobachte und staune wie ein Kind.

Ahaaa – so zeigt ES sich gerade.“

 

 

siehe auch:  Finde die Liebe

Lektion in (Selbst-) Liebe

Wenn wir nicht in der Mitte sind, neben der Spur sozusagen

- dann sehen wir uns oft folgender Situation ausgeliefert:

  • Ich fange an zu kritisieren, zu bewerten, zu bemängeln.
  • Ich rege mich auf über alles Mögliche.
  • Irgendein Haar findet sich immer in der Suppe.
  •  Wenn ich einmal damit angefangen habe, ist es schwer, wieder aufzuhören.
  • Ich mache andere dafür verantwortlich, daß es mir nicht gut geht.
  • Ich fühle mich benutzt, ausgenutzt, hintergangen, nicht gesehen, als Opfer.
  • Ich sehe nur „Egoisten“ um mich rum.
  • Ich greife andere an, verurteile sie. Und mich selbst.
  • Ich zerfließe vor Selbstmitleid.
  • Ich will andere verändern, will sie bevormunden.
  • Ich fühle mich einfach nur mies, klein, minderwertig, wertlos, resignierend oder wütend.
  • Ich bestrafe mich selbst.
  • Ich fühle mich schuldig.
  • Ich verletze mich selbst.
  • Ich lasse meinen Frust an anderen aus.
  • Das alles nagt an meinem Selbstwert.
  • Ich mag mich selbst immer weniger.
  • Scham kommt hinzu.
  • Je kleiner ich mich fühle, umso mehr muß ich um mich treten.
  • Das Leben ist dumpf, eng, begrenzt, farblos. Ich steige schon morgens übelgelaunt aus dem Bett.
  • Ich möchte andere zurechtbiegen. Weiß alles besser. Stelle mich über sie.
  • Ich bin neidisch, kann es nicht ertragen, wenn jemand glücklich ist.
  • Gute Ratschläge und weise Sprüche sind das letzte, was ich hören will.

Ein Teufelskreis.

Ich habe mich selbst verlassen.

Ich bin soooo sauer!

 

Warum eigentlich? Auf wen?

 

 

Verurteile dich nicht

 

Wenn dir das passiert – DIR, der du doch schon so abgeklärt bist, so „spirituell“, der du vielleicht sogar anderen hilfst, aus dieser Tiefebene herauszukommen – ja DIR, der du diesen ganzen Mist schon hinter dir glaubtest:

 

Gräme dich nicht. Verurteile dich nicht. Es ist ok. Es darf sein. Das ist menschlich. Sei großzügig. Sei liebevoll mit dir.

 

Suche dir ein stilles Plätzchen und lasse einfach alle Gefühle, die da in dir sind, da sein. Was es auch sei. Wut, Ärger, Frust, Traurigkeit, Enttäuschung, Tränen, Scham, Schuld, Mangel, Einsamkeit, Reue, Missgunst, alle Kleinlichkeit, alle Überheblichkeit, alle Rechthaberei, Neid, Unglücklichsein, Zerrissenheit, Argwohn, Selbsthass, Kleinheit, Abwertung, Ausgrenzung, Verletzlichkeit, Selbstschutz, die Mauern um dich rum, Angst, Enge, Minderwertigkeit, Wertlosigkeit, Resignation, Verurteilung …. Alles darf da sein. Jetzt, in diesem Moment. Gib ihm Platz. Gib ihm Raum. Grenze nichts aus. Heiße es willkommen!

 

Es gibt nichts, was nicht da sein dürfte. Auch bei spirituellen, bewussten, erwachten „Menschenkindern“. Es gibt einfach solche Momente – ausgelöst wodurch auch immer. Oft weiß man den Grund nicht einmal. Wenn es keinen bestimmten Anlass gibt, der dir einfällt, mag es vielleicht daran liegen, daß es fremde Energien sind, die du als sensitiver Mensch aufgenommen hast. Vielleicht geht es dir wie mir manchmal und du saugst die Stimmungen und Gefühle anderer auf wie ein Schwamm und wunderst dich, was denn plötzlich los ist mit dir. Wenn du in ein solches Loch fällst, ist das nicht weiter schlimm. Wichtig ist nur, daß du nicht darin verharrst.

 

 

All diese Gefühle gehören zu uns

 

Es geht nicht darum, all diese unliebsamen Gefühle aus deinem Leben zu verbannen. Das wäre falsch verstanden, destruktiv und auch gar nicht möglich. All diese Gefühle gehören zu unserem menschlichen Sein, genauso wie das Gegenteil dieser Gefühle. Denn in unserer Welt ist alles dual, ist alles polar. Und erst alles zusammen ergibt unser ganzes Potential. Alles gehört zu uns, ist richtig und wichtig.

 

 

Erst alle Teile ergeben ein Ganzes

 

Entscheidend ist, dem, was gerade da ist, Raum zu geben, bewusst zu fühlen und diese Gefühle anzunehmen – anstatt sie weghaben zu wollen oder zu verdrängen. Diese Gefühle wollen nicht stiefmütterlich behandelt und ignoriert werden. Sie wollen akzeptiert, anerkannt, gesehen, gehört, gefühlt werden. Das ist Annahme. Sie sind nur so penetrant, weil du sie nicht haben willst. Wer will schon gerne abgelehnt werden. „Hallo! Ich bin auch noch da! Ich werde dich immer wieder daran erinnern. Darauf kannst du wetten!“

 

Werden diese Gefühle bejahend – ich möchte sogar sagen: in Liebe – angenommen, lassen sie dich los. Mehr braucht es nicht. Aber auch nicht weniger. Transformation findet statt. Wenn du kollektiv Gefühle übernommen hast, kannst du natürlich auch mit Lichtarbeit, der Violetten Flamme oder mit Hilfe der Geistigen Welt u.a. für Transformation sorgen.

 

Viele „Spirituelle“ (in Wirklichkeit gibt es keine Nicht-Spirituellen, denn wir sind geistigen Ursprungs) glauben, sie müßten immer positiv sein und positiv denken und handeln, nur Gutes tun, stets anderen zu Diensten sein, alles „Negative“ oder „Dunkle“ fernhalten etc. – und sind damit heillos überfordert. Kein Wunder! Auch das wird oft missverstanden.

 

Positiv – negativ, hell – dunkel, Licht – Schatten, gut – böse, schön – hässlich, arm – reich, außen – innen, nah – fern... Das Leben spielt sich in Gegensätzen ab. Egal, auf welche Seite du dich begibst – es ist einseitig. Wenn du eine Seite akzeptierst, die andere aber ausschließt, wird sie dich daran erinnern müssen, daß sie auch noch da ist. Wie die zwei Seiten einer Medaille. Du nimmst beide Seiten mit. Die eine ist ohne die andere nicht. Erst alle Teile ergeben ein Ganzes.

 

 

Neutralität bringt uns wieder ins Lot

 

Ist man sich dessen bewusst, kann man einen neuen Standpunkt einnehmen. Einen Standpunkt, an dem man den Blick frei hat für alle Richtungen. Wie bei einer Kinderwippe stehst du in der Mitte. Du siehst beide Seiten. Du weißt, wenn du dich in eine bestimmte Richtung bewegst, wird eine Seite oben sein, die andere unten. Bist du oben, kannst du nicht gleichzeitig unten sein – und umgekehrt. Eine wirklich neutrale Position hast du nur in der Mitte. Du weißt um deine Möglichkeiten, weißt, daß ALLES dein ist – das gesamte Potential ist dein.

 

Von dieser ausbalancierten Position aus – nennen wir sie NEUTRALITÄT – kannst du deine Opfer- und Täteraspekte auf dem Weg in deine Meisterschaft integrieren und hinter dir lassen. Du bist in Frieden mit Allem-was-ist und nicht mehr im Stande, andere als deine „Feinde“ zu betrachten. Alles, was dich vorher so runtergezogen hat – wie weggewischt. Du lässt jeden so sein, wie er gerade ist. Es gibt nichts zu bemängeln oder zu kritisieren. Du weißt um die Höhen und Tiefen und respektierst die Art und Weise, achtest dich und den Weg der anderen. Von dieser Neutralität aus triffst du im gegenwärtigen Moment einfach deine ganz persönliche Entscheidung, deine bewusste Schöpfung, statt zu bewerten und zu verurteilen. Du bist in deiner Mitte.

 

Es kann immer wieder mal herausfordernde Situationen in deinem Leben geben. Wenn es dir nicht gelungen ist, in deiner Neutralität standhaft zu bleiben und du stattdessen in den Sog der alten Muster der Opfer­- und Täterspiele zurückgefallen bist, so verurteile dich nicht. Das Leben prüft uns von Zeit zu Zeit. Entscheide dich einfach NEU für bedingungslose Achtsamkeit und Annahme und einen neuen, bewussten und liebevollen Umgang mit dir, anderen Lebewesen und deiner Umwelt. So kommst du wieder in deine Mitte. Liebe fließt. Du erkennst dich im anderen. Es ist das Leben. Mit allem, was es hervorbringt. Es ist Gott (Quelle, Essenz, Bewusstsein, Stille...), der sich in ALLEM ausdrückt.

 

Und schließlich geschieht es vielleicht, deine Identifikation mit der Person, die du glaubtest zu sein, zu enttarnen und deine wahre Natur zu erkennen. Der ewig unveränderliche, unbewegte EINE, Stille, Nichts – und zugleich ALLES, was in diesem „Nichts“ erscheint.

"ICH BIN" - darin ist alles enthalten. Es ist das Leben. Existenz. Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes zu erreichen. Es geht um bejahende Wahrnehmung. Jetzt. Hier. Das, was gerade ist.

 

03.03.2018

Lügen haben kurze Beine

Lügen haben kurze Beine! Was spricht dagegen, offen und ehrlich zu sagen, was mich bewegt, was ich denke, will oder nicht will. Keine Lüge ist es wert, mich selbst zu verletzen. Denn das ist es, was ich tue, wenn ich nicht aufrichtig bin.

Warum meinen so viele Leute, ihre Lügen, Ausreden, Ausflüchte etc. werden nicht erkannt, durchschaut? Warum machen diese Leute lieber die Anstrengung, anderen etwas vorzumachen, anstatt einfach zu sagen, was wirklich ist. Die Wahrheit also.

 

Warum nehmen diese Leute lieber in Kauf, ihre Energie zu vergeuden, ihr Licht zu verdunkeln, sich selbst so zu begrenzen und zu schaden und die Umwelt dadurch

zu verschmutzen. Sie lügen nicht nur andere an, sondern sie lügen auch sich selber etwas vor - und ich glaube, viele sind so unbewusst, daß sie es nicht einmal merken!

 

Aber - liebe Leute - ihr werdet durchschaut!

Du brauchst nicht zu glauben, daß man deine Lügen und Ausreden nicht erkennt. Auch wenn man dich in dem Glauben läßt, deine "falschen Kröten" geschluckt zu haben - denn nicht immer hat man Lust dazu, dir zu sagen, daß du es dir sparen

kannst, uns für dumm verkaufen zu wollen. Oft sieht man es als sinnlos an oder als Zeitverschwendung. Es ist so, als wolle man sagen: "Ok. Geh noch ein bisschen

spielen und üben. Irgendwann erkennst auch du ..." Man hört es, sieht es, fühlt es.

Man läßt dich gewähren, denkt sich seinen Teil und zieht - hoffentlich - entsprechende Konsequenzen.

 

Ich glaube, man muß - um Unwahrheiten zu erkennen - noch nicht einmal ausgesprochen sensitiv und feinfühlig sein, auch kein Hellseher. Ein gewisses Maß

an Achtsamkeit und Bewusstheit reicht. Der eigene Körper ist z.B. ein guter Parameter für die Stimmigkeit dessen, was gerade gesagt wird.

 

Ich habe mich schon oft gefragt, was wirklich dagegen sprechen könnte, offen und ehrlich zu sagen, was mich bewegt, was ich denke, was ich will oder nicht will. Ich glaube, daß ich über alles sprechen kann. Daß keine Lüge es wert ist, mich selbst zu verletzen. Denn das ist es, was ich tue, wenn ich nicht aufrichtig bin.

Meiner Meinung nach kann man mit Offenheit, mit ehrlichen und mitfühlenden Worten, die aus dem Herzen kommen, niemanden verletzen. Mit Lügen sehr wohl. Lügen zeugen auch von Respektlosigkeit dem anderen, aber auch sich selbst gegenüber.

 

Mag sein, daß dem anderen die Wahrheit nicht gefällt. Wenn das der Fall ist, hat es meistens den Grund, daß Erwartungen, Wertungen, falsche Hoffnungen oder Urteile im Spiel waren. Dann sei dankbar. Du hattest dich getäuscht, geirrt. Durch Ent-Täuschung kann Heilung geschehen.

 

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht - ich jedenfalls möchte lieber die Wahrheit hören - ganz egal, um was es geht. Auch wenn sie erst mal bitter erscheint - sie ist mir unendlich lieber und wertvoller, als jede Unwahrheit, auch wenn sie noch so schön, lieb und nett verpackt wäre.

 

Lügen haben kurze Beine, sagt man. Über kurz oder lang kommt jede Lüge ans Licht. Und du wirst die Verantwortung dafür übernehmen müssen.

Vor Gott bleibt nichts verborgen. Deine Seele sorgt schon für Ausgleich. Genug Stoff für die nächsten Dramen ... Du kannst dich aber auch anders entscheiden.

Du hast die Wahl.

 

Wenn ich über etwas nicht reden will, teile ich das mit. Wenn ich mich anders entschieden habe, teile ich das mit. Wenn ich etwas will/nicht will, teile ich das mit. Wenn ich ein "komisches" Gefühl habe, spreche ich es aus. In einem respektvollen Umgang miteinander, ist das alles möglich. Jede/Jeder ist frei, zu sagen, was sie/ihn bewegt. Sie/er wird gehört und hat keine Angst vor Abweisung und Unverständnis oder Inakzeptanz. So ein - von Liebe getragener - Umgang miteinander setzt natürlich eine gewisse Reife voraus. Ich möchte jede/n ermutigen, zu ihrer/seiner Wahrheit zu stehen, sie vertrauensvoll zum Ausdruck zu bringen und ihr/sein Licht erstrahlen zu lassen.

 

Juni 2017

Mich selber lieben heißt ...

Mich selber lieben heißt …

 

mich zu akzeptieren, wie ich bin.

 

Egal, ob ich lache oder weine, traurig bin, wütend, zornig, gut gelaunt, mies gelaunt, unternehmungslustig oder phlegmatisch, aktiv oder faul, redselig oder stumm, gefräßig

oder fastend, oder einfach ganz normal (was ist normal?), beleidigt oder beleidigend,

rachsüchtig oder herzensgut, gemein oder freundlich, nachtragend oder verzeihend,

himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt, in Gesellschaft oder allein, mitfühlend

oder eiskalt, schüchtern oder draufgängerisch, Mauerblümchen oder Vamp, feige oder

mutig, nach Aufmerksamkeit lechzend oder in mir ruhend, Anerkennung haben wollend

oder bekommend, gespannt oder gelangweilt, motiviert oder demotiviert, schick aussehend

oder altbacken, top gekleidet oder schäbig, alt, klein, asozial aussehend, ob mich jemand mag oder nicht, ob ich Freunde habe oder nicht, ob ich Geld habe oder nicht, egal ob man zu mir freundlich ist

oder nicht, ob mich jemand manipulieren will oder nicht, ...

 

Auf meine Gefühle achten, sie wahrnehmen ohne zu urteilen, sie annehmen.

 

Auf meine Körpergefühle achten. Fühlt sich etwas nicht gut an? Wo fühle ich es? Wie groß ist es, wie sieht es aus?

 

Auf meine Bedürfnisse achten.

Was würde ich mir gerade wünschen?

Was ist gerade in diesem Moment?

 

Zu meinen Gefühlen stehen.

Sie auch ausdrücken. Ohne Angst zu haben, abgewiesen zu werden.

 

Das Verhalten anderer nicht persönlich nehmen. Es ist immer gefärbt durch deren Erfahrungen, Entwicklungsstand und muß nichts mit mir zu tun haben.

 

Was sagt meine innere Stimme?

Was macht mir Stress? Welcher Satz?

 

Meine Wünsche und Vorstellungen klar ausdrücken.

Glaubenssätze hinterfragen.

„Ist das wirklich wahr?“

 

Nicht urteilen.

Urteilsfrei beobachten.

 

Lieben was ist – alles andere macht nur Stress.

Fremdbestimmt

Je mehr man von Anderen hört oder liest,

 

was man tun oder nicht tun soll/muß

auf diese oder jene Weise

was wichtig ist und was nicht

was gut oder schlecht ist

wahr oder unwahr

empfehlenswert oder nicht

was gesund ist oder krank macht

etwas auslöst oder verhindert

für mich gut wäre oder das Beste

oder für mich schlecht oder negativ

ob man vor etwas Respekt, Ehrfurcht, Hingabe, Verachtung

oder Angst haben soll/muß oder nicht

was sich gehört oder nicht

was normal ist und was nicht

……

 

 u n d   e s   g l a u b t   –

 

d.h. fremde Meinungen, Vorstellungen, Erfahrungen Anderer einfach blind übernimmt und für wahr hält,

umso mehr begrenzt man sich selbst und auch andere.

 

Das sind alles Beurteilungen und Vorstellungen, Konditionierungen.

Das ist Unfreiheit.

Das ist Gefangensein im Dualen.

 

Das ist Fremdbestimmtheit.

 

Das gilt auch für das hier Geschriebene.

Du bist stets in deiner Eigenverantwortung. Hinterfrage alles.

Übernehme nur, was für dich „stimmig“ ist.

Abhängig - oder FREI

Deinen wahren Frieden findest du nur in dir selber.

 

Wenn du ihn im Außen suchst, bist du abhängig. Abhängig davon, wie Dinge/Situationen

sich entwickeln, wie Menschen drauf sind, ob sie gut oder schlecht gelaunt sind, wie sie dich anschauen, wie sie dich annehmen oder ablehnen, was sie zu dir sagen, ob sie dich mögen

oder nicht. Ob du einverstanden bist mit dem, was sie tun oder sagen. Ob du mit ihnen übereinstimmst oder eine ganz andere Meinung/Anschauung hast. Im Außen gibt es ständig etwas, über das du dich aufregen könntest.

 

All das beeinflusst dich, stört deinen inneren Frieden, bringt Unruhe und Aufruhr in dir.

 

Fängst du dann an zu erklären, zu rechtfertigen, zu missionieren, zu klugscheissern, etc., hat

dich dein Unmut längst am Haken. Du verstrickst dich in Diskussionen. Die nichts bringen,

außer dich deiner Kraft und Energie zu berauben. Du verbiegst dich. Und strampelst.

Jeder will Recht haben … Jeder meint, es besser zu wissen … Wo soll das enden?

Was tust du dir damit an? Wem ist damit geholfen?

 

Das gilt natürlich auch für solche Situationen, Momente, wo du das bekommst von Anderen,

was man gemeinhin als gut, schön, erstrebenswert, aufbauend, motivierend etc. nennt.

Jemand lobt dich, macht dir Komplimente, gibt dir positives Feedback, tut, was du dir wünschst, schmeichelt dir, ist nett und zuvorkommend. Alles durchwegs positiv.

 

Dennoch – wenn du nicht in dir gefestigt ist, fällst du drauf rein und erkennst nicht, wie abhängig du bist von der Stimmung, dem Wohlwollen Anderer.

Braucht bloß jemand seine Meinung ändern oder ein schiefes Wort sagen, dreht sich das Blatt und deine Stimmung sinkt in den Keller.

 

Abhängigkeiten.

Dieses Auf und Ab an Gefühlen. Diese Stimmungsschwankungen – wer will die schon?

Du kannst dich davor nicht wirklich schützen. Aber du kannst dir immer bewusster werden.

Bewusster über deine Werte, über deine Wahrheit, über das, was du willst, das, was echt und wahr und gut ist für dich. Das was wichtig ist für dich.

Das Wesentliche. Das Wichtigste. Ohne Wenn und Aber. Das was zählt. Unabhängig von irgendwas.

 

Wenn du dir dessen gewahr bist und auch danach lebst, werden dich die Stürme im Außen nicht umhauen können – weder in die eine, noch in die

andere Richtung. Du stehst so standfest wie ein Fels in der Brandung, verwurzelt mit deinen ureigensten Tiefen, eingehüllt und durchdrungen von

einem Meer aus (Selbst-) Liebe und in dir ruhend.

 

Du hörst zwar die Worte Anderer, siehst ihre Taten, aber nichts kratzt an dir, nichts kann an deinem Wert rütteln. NICHTS kann deinem Wert weder wegnehmen noch hinzufügen. Du bleibst einfach in dir. Du sprichst und handelst aus diesem Friedenshort, aus dieser Kraftquelle heraus. Nichts – ob negativ oder positiv - dringt bis in dein Innerstes. Denn dort wohnt die Liebe, die Kraft, die Quelle, die nie versiegt. Dort bist du zuhause. Das ist dein Reich. Wahren, dauerhaften Frieden findest du nur dort.

 

Geschrieben, nachdem mir bewusst wurde, wie sehr ich mich über Jemanden aufgeregt hatte. Ihn verurteilte, bewertete und sein Verhalten verabscheute

und wie ich mich damit nur selbst verletzte. An dem Anderen ändert das dadurch nichts!

 

24.07.2017

Bist du emotional am Verhungern?

Essen,   F e r n sehen, Lesen  =  Ablenkung vom Wesentlichen

 

Warum halte ich Vereinbarungen mit anderen ein – und mit mir nicht?

 

Wo ist meine Energie?

 „A lot of Energy!“

 

Warum fühle ich mich lebendig, wenn ich mit anderen zusammen bin?

Und allein daheim nicht?

 

Das Nicht-Lebendigsein fühlen statt betäuben!

 

Gefühl, die Energie läuft weg, versickert im Boden. Kein Resonanzkörper.

Keine Spiegelung. Kein Echo.

 

Nehme ich mich überhaupt wahr, wenn ich esse, fernsehe, lese …?

Oder bin ich identifiziert mit dem Essenden, dem Leser …?

 

Wo bin ICH? WER liest?

 

Schon als Kind/junges Mädchen vom Lebendigsein geträumt, statt gelebt und den Schmerz darüber und das Alleinsein und die Traurigkeit mit Essen betäubt, zugedeckt.

 

Den Hunger nach Lebendigsein, nach Angenommensein, nach Zuwendung, nach für mich da sein, nach gehört und gesehen werden, nach Achtung

und Anerkennung, nach Zeit für mich, nach Spiel, Abenteuer, Erleben, nach Verständnis, nach Wertschätzung

   mit Essen gestillt, alleine auf dem Dachboden auf der Schaukel,

   oder von meinem Erretter geträumt, ihn herbeigesehnt.

 

Wie auch heute noch?

 

Also, was geschieht, wenn ich emotional hungere?

 

Warum gehe ich lieber Tag für Tag, Jahr für Jahr so lieblos mit mir um – statt etwas zu ändern?

 

Was ändern?

Und vor allem wie?

 

Präsent sein!

Wahrnehmen was ist!

Fühlen!

 

Wo in mir kann ich diesen Hunger fühlen? Wo sitzt er?

Reingehen. Wie sieht er von innen aus?

Mit ihm sprechen. Voller Mitgefühl. Was braucht er?

 

Statt mich mit ihm zu identifizieren.

 

Es gibt keine andere Erlösung – als hinzuschauen.

Es kommt kein Erretter.

Ich bin mein eigener Erretter. Nur ich allein bin dafür zuständig. Kein anderer!

 

Warum schaue ich lieber fremde Geschichten an (Fernsehen) – statt meine eigene?

Wo will ich nicht hinschauen?

 

Ich kann mir all das, was mein inneres Kind sehnlichst vermisst hat, nun selber schenken. Voller Liebe, Aufmerksamkeit und Mitgefühl.

 

Durch Bewusstheit kann Veränderung geschehen und Heilung.

 

23.06.2008

 

Inneres Kind

Licht in dunkle Ecken

Bringe Licht in deine dunklen Ecken. Nur so wirst du frei von Projektion und erkennst dich als Schöpfer deiner Realität.

"Das Leben geht an mir vorbei"

 

Wie kann das sein?

Das Leben ist da, wo ich bin.

ICH BIN das Leben.

 

Alles was ich mit meinen menschlichen Augen sehe, ist trügerisch.

Alles was ich mit meinen menschlichen Ohren höre, ist trügerisch.

Was dann?

Nur mit dem Herzen siehst du wirklich gut.

Unverfälscht, unverfärbt, rein.

Nur mit dem Herzen siehst und hörst du unverfälscht.

 

 

Mein Drehbuch mit perfekter Rollenbesetzung

 

Ich habe Drehbücher geschrieben, die Rollen verteilt.

Habe meine Rolle perfekt gespielt. Doch andere haben nicht mitgespielt.

Haben das Drehbuch umgeschrieben.

Ich war enttäuscht, verzweifelt, traurig, ohnmächtig.

Die Illusion ist geplatzt. Wollte es nicht wahrhaben, habe gelitten.

Das waren die falschen Darsteller.

 

Ich schreibe ein neues Drehbuch. Verteile die Rollen.

Ich spiele meine Rolle perfekt.

Aber die anderen spielen nicht so wie ich will.

Sie haben ihr eigenes Drehbuch und ich spiele darin nur die mir zugeteilte Rolle.

Diese mir zugeteilte Rolle gefällt mir nicht. Ich bin doch mehr/anders, als diese mir zugeteilte, übergestülpte Rolle.

Will ich in ihrem Drehbuch mitspielen, muß ich mich anpassen und das tun, was die Rolle vorschreibt,

also was die Drehbuchschreiber wollen.

Was tun?

Spiele ich mit, kann ich nicht mein eigenes Drehbuch spielen.

Fühle mich eingeengt, unfrei, verkannt, einsam, macht mich traurig oder wütend, macht mir Angst, macht mich ohnmächtig.

Nein! Das will ich nicht! Ich steige aus.

ICH habe doch ein Drehbuch. Mein Drehbuch. Ich will MEIN Drehbuch spielen.

Ich suche mir meine Mitspieler aus. Sie wissen noch nichts von ihrer Rolle.

Ich bin wieder perfekt. Ich weiß genau, was jeder zu tun hat.

Bin enthusiastisch. So ein tolles Drehbuch! Ich arbeite es nochmal durch, schmücke es aus. Es ist perfekt!

 

Aber - oh! Was war das? Das steht nicht im Drehbuch! Das sollte anders sein!

Falsche Wortwahl, falscher Ton, keine Zeit? Zu spät, zu früh, der Ausdruck gefällt mir nicht, das will ich nicht, so nicht!

Du liebst mich nicht, bin nicht Wert genug, er verletzt mich, warum sieht er mich denn nicht so, wie ich wirklich bin?

Enttäuschung, Wut, Eifersucht, maßlose Traurigkeit, Verzweiflung!

Warum klappt denn das nie?

Warum hält sich denn keiner an seine Rolle???

Könnte alles so schön sein. - Ich gebe auf.

Letzter Akt dieses Dramas! Dabei sollte es gar kein Drama werden.

Es war doch als wunderbare, endlose Liebesgeschichte geschrieben!

 

Neues Drehbuch!

Neuer Tag, neues Spiel!

Welches Drehbuch schreib ich jetzt?

Habe ich schon angefangen, oder sind die Seiten noch leer?

Wird mir die Inszenierung diesmal gelingen?

Werde ich die passenden Mitspieler finden?

Wem gebe ich diesmal welche Rolle?

Ich kenne meine Mitspieler noch gar nicht, aber ICH bestimme, welche Rolle sie zu spielen haben!

Ich verdamme sie zu ihrer Rolle. Und mich gleich dazu!

Denn die Rolle, die sie dann wirklich spielen, bestimmt dann meine Rolle! Ob ich (dann noch) will, oder nicht.

Zwänge ich jemandem eine Rolle auf, muß ich die Konsequenzen tragen.

Das heißt, mein Drehbuch wird nie so gespielt werden, wie ich es geschrieben habe.

Ich habe meine Mitspieler einfach nicht unter Kontrolle.

Jeder macht, was er will. Es denkt ja gar keiner daran, das zu machen, was ich will. Mist.

Das heißt, mein schönes Spiel geht nie auf. Es mag eine Weile funktionieren. Aber dann zerplatzt mein Traum vom Glück

in lauter bittere Tränen. Von Rosarot bis am Boden zerstört.

 

Ich jage meinen Geschichten nach.

 

Es geht mir gar nicht um die Personen. Die Personen sind austauschbar.

Es ist egal wer die Rolle spielt - solange er sie so spielt, wie sie geschrieben steht.

Solange Varianten/Szenen dazu kommen, die mir auch gefallen, so darf das sein. Sie sind u.V. willkommen.

 

Ich bin verliebt in meine Geschichten.

Was sind das eigentlich für Geschichten?

Es sind Geschichten von einer heilen Welt.

Geschichten einer Liebe, romantisch, treu und ehrlich,

ein Miteinander und Füreinander, ein Einssein, eine Einheit, Freude und Glück, nichts, das trennen kann.

Eine Liebe unter der ich gerne gezeugt worden wäre und mit der ich gerne aufgewachsen wäre. Genährt worden wäre.

Aber das ist nicht der Fall. Weder das eine, noch das andere. Im Gegenteil.

 

Aber kann ich diese Liebe durch meine Geschichten in mein Leben holen? Nein! Damit erreiche ich das Gegenteil.

Ich funktioniere nur wie eine Marionette, an deren Fäden jemand zieht, genauso wie meine Mitspieler Marionetten sein sollen,

an deren Fäden ich ziehe.

Wer kann an meinen Fäden schon ziehen? Ich selber, wenn ich unbedingt was will.

Die anderen, wenn ich so sein soll, wie sie mich haben wollen.

Beides ist nicht erstrebenswert.

In beiden Fällen bin ich Marionette.

 

Es ist diese Sehnsucht, die mich treibt.

Sie ließ aus meinem Herzen eine Mördergrube werden, weil ich mir bisher nicht anders zu helfen wußte.

Ich war so verzweifelt auf der Suche nach dieser Liebe, daß meine Augen blind und meine Ohren taub waren.

Ich wollte sie haben, koste es, was es wolle.

Wieviele Mitspieler habe ich auf dem Gewissen?

Abgekanzelt, beurteilt, verurteilt, bewertet, vom Throne gestoßen, nicht erkannt, nicht gesehen, für nicht Wert erklärt,

mit Füßen getreten, nicht geachtet, verdammt, nur als Objekt gesehen zur Erfüllung meiner Vorstellungen.

Benutzt. Respektlos.

 

Oh, welche Erkenntnis!

 

Sie alle habe ich benutzt. Oder wollte sie benutzen. Manche haben sich benutzen lassen, manche nicht.

Genauso wie ich mich von manchen benutzen habe lassen und von anderen nicht.

Wahnsinn! Im wahrsten Sinne des Wortes.

Was bin ich für ein Mensch. Bis vorhin dachte ich noch, ich wäre eine "Heilige". Und alle anderen wären die "Bösen".

Ich wollte aus den anderen Marionetten machen, an denen man zieht, wie man sie gerade braucht

und wenn sie grad lästig sind oder uninteressant, stellt man sie in die Ecke, in den Keller, oder wirft sie weg.

So war bisher mein Leben.

 

Oh, wie oberflächlich!

Wie oft habe ich Menschen als oberflächlich abgewertet.

Ich sagte immer, ich brauche Menschen mit "Tiefgang".

Dabei war   i c h   die Oberflächlichkeit in Person.

I c h   brauche Tiefgang. Ich bin diejenige, die oberflächlich ist.

Ich brauche Zuverlässigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit!

Weil es   m i r   fehlt. Deshalb fordere ich es von anderen.

Wie oft habe ich mich selbst belogen?

Wie oft war ich mir untreu? Habe nicht gemacht, was ich eigentlich machen wollte?

Wollte/konnte nicht hinschauen? Habe nicht gesehen, nicht gehört!

Das heißt,   i c h   war oft nicht zuverlässig, nicht offen, nicht ehrlich. Und   i c h   war oberflächlich.

All das habe ich immer bei anderen gefordert, zu sein.

Beim geringsten "Vergehen" habe ich sie abgelehnt.

 

Projektion! Danke. Jetzt kann ich das erkennen. In die dunklen Ecken kam endlich Licht.

Ich bin so dankbar! Ich danke allen Beteiligten. Allen, die sich zur Verfügung stellten 1000 Dank für ihren Dienst.

All die, die ich vor den Kopf gestoßen habe, verletzt habe, nicht liebevoll zu ihnen war, bitte ich, mir zu vergeben.

Ich vergebe auch mir, denn ich habe es nicht besser gewusst.

Ich danke allen Lichtwesen und spirituellen Helfern, mir das alles bewusst zu machen, für ihre Führung und ihre Liebe. Danke!

So sei es und so ist es. Danke!

 

04.09.2007

Meine Angst und mein Beschützer

Angst – groß, mächtig, stark, sitzt in meinem Kopf, im Nacken, ist in mir.

 

 

Angst:

 

H. weiß, daß ich da bin.

H. käme auch ohne mich zurecht. Wenn es nötig wäre, wäre ich schon da.

Das weiß sie auch.

Wenn es mich nicht gäbe, würde es ihr gut gehen. D.h. ab und zu – wenn Gefahr

droht – bin ich ja ganz nützlich. Das weiß sie.

Aber ich muß immer parat stehen.

Das ist mir zu viel. Zu anstrengend. Sie macht sich viel zu viele unnütze Gedanken.

 

 

Frage: Kennst du den Beschützer von H.?

 

Angst: 

 

Ja, na klar kenn ich den. H. sollte viel mehr dem Beschützer vertrauen, dann wäre

ich auch entlastet. Eigentlich bräuchte sie mich gar nicht. Sie weiß es nur nicht.

Der Beschützer ist immer da. Sie zweifelt an ihm.

 

Ich wäre froh, wenn sie mich loslassen würde. Ich will und brauche nicht ständig bei dir zu sein. Du kannst dich darauf verlassen: Wenn es wirklich notwendig ist, bin ich für dich da!

 

  

Fühle mich hier (größerer Abstand) viel wohler. H., du kannst ja gar nichts sehen, wenn ich so dicht und aufgeplustert vor dir stehe. Du kriegst ja gar keine Luft.

Ich verbaue dir ja alles. Das ist der falsche Platz. Ich gehöre neben dich oder - besser noch - weiter weg. Ich nehme dir so viel.

 

Wenn ich nicht da bin, kannst du verletzt werden, oder auch nicht. Du machst deine Erfahrungen.

 

Aber wenn ich ständig da bin, schneide ich dir das Leben ab. Du bist gelähmt. Du „lebst“ nicht mehr. Das ist nicht gut für dich.

 

 

Beschützer:

 

Bin immer bei H. Sie ruft mich in bestimmten Situationen. Wann? Wenn sie verletzt werden könnte. Wenn sie Angst davor hat, verletzt zu werden.

Wenn jemand ans „Eingemachte“ will.

 

Sie müßte mich nicht rufen, ich bin immer da. Eigentlich weiß sie das. Aber da sind so viele Stimmen, so viele Gedanken und sie klammert sich an

die Angst, anstatt auf mich zu vertrauen.

 

 

Frage: Sind das innere oder äußere Stimmen?

 

Beschützer:

 

Das sind Äußerlichkeiten, sie ist ja nicht fähig, wirklich nach innen zu schauen. Sie hat kein Vertrauen in das Leben – in sich selbst, keinen Glauben,

daß alles schon seinen Gang geht und seinen Sinn hat.

 

 

Frage: Aber sie bemüht sich?

 

Beschützer:

 

Ja, sie bemüht sich. Sie kämpft jeden Tag.

 

Aber sie weiß nicht, was sie tun soll. Es ist in Ordnung, daß die Angst in manchen Situationen da ist. Aber wenn sie mir vertraut, braucht sie die Angst

gar nicht mehr.

 

Eigentlich weiß sie das. Aber sie glaubt ihrem Gefühl nicht und hört auf die Gedanken.

 

Angst ist für die Leute da, die nicht an mich glauben.

 

 

Frage: Ich glaube, Beschützer, das macht dich ganz schön traurig.

 

Beschützer:

 

Ja. H. sieht mich nicht, sie nimmt mich nicht wahr. Ich gerate immer mehr in den Hintergrund in dem Moment und verschwinde dann ganz.

Sie ignoriert mich. Sie hört nicht auf ihr Herz (auf mich). Dabei weiß sie doch eigentlich. Das macht mich so unsagbar traurig.

 

 

Der Beschützer stellt sich neben mich.

Ich spüre, wie traurig er ist. Ich würde es gerne ändern. Es tut mir so leid.

Aber er steht trotzdem – obwohl ich ihn so enttäusche und traurig mache – neben mir.

 

Ich schiele zu ihm, ob er wirklich da ist (Bin ich es überhaupt wert? Kann gar nicht glauben, daß er trotzdem da ist. Zweifle.)

Er ist da und sagt, daß er immer bei mir ist. Er sagt, er sorgt dafür, daß ich immer das Richtige zur richtigen Zeit sage oder tue.

Ich muß ihn nur hören, ihn wahrnehmen und ihm vertrauen.

 

Der Beschützer legt die Hände auf meine Schultern und sagt:

 

„Ich bin bei dir bis ans Ende der Welt!“

 

(wann geschrieben?)

Heile es in dir!

„Heile es in dir!“

 

Wenn es in dir geheilt ist, gibt es in dir keine Resonanzfläche mehr.

 

Da kommt z.B. Ärger, Ablehnung, Wut, Hass, ein blöder Spruch, Provokation … auf dich zu.

Da nichts davon in dir ist, das damit in Resonanz geht, gibt es nur ein „Nein, danke.“

 

Wenn aber ein negatives Gefühl aufkommt, es dich antriggert, heißt das, daß da was  i n  d i r  gesehen und geheilt werden möchte.

 

21.06.2015

Sag dem Angst- und Sorgen-Macher-Programm Adieu

A. erzählt ihrem Pferd ständig, wie gefährlich das Leben ist. Drohender Zeigefinger.

Sagt ihm, wie und was es machen darf, muß, und was nicht. Und was gefährlich ist.

Und natürlich sagt sie das auch anderen.

 

Diese ständige Angstmacherei erzeugt Druck, Stress, Angst, Verkrampfungen,

Sorgen, Panik, Krankheit, Beschränkung, macht unfrei.

 

Kein Wunder, daß es weder dem Pferd, noch A. gut geht.

 

Verständlich, daß gerade die Leute, die selbst noch nicht viel erlebt haben – weil ihre

Ängste und Zweifel sie daran hindern -, anderen sagen, wie gefährlich das Leben ist.

 

Rechtfertigung für ihre Ängste, ihre Passivität, ihre Unfähigkeit? Sie brauchen Verbündete, die bestätigen, daß sie Recht haben. Dann sind sie zufrieden und beruhigt (wenn der andere ebenfalls vor Angst bibbert und seine Pläne und seinen Optimismus aufgibt).

 

Aber ich bin nicht auf dieser Welt, um diese ängstlichen Menschen zu bestätigen oder zu beruhigen. Auch nicht, um mir ihren Kopf zu zerbrechen.

Sondern ich bin verantwortlich für mein Leben. Dafür, daß meine Seele sich entfalten kann. Daß ich mir nichts vorenthalte, aus welchen

Gründen auch immer.

 

Wenn mein physisches Leben vorbei ist und ich mir Erfahrungen versagt habe aus Angst und Zweifel, dann ist es unwiederbringlich zu spät.

Wem kann ich die Schuld geben?

 

Den Menschen, von denen ich mir Angst habe machen lassen, die mir einredeten, daß das nicht geht, daß ich das nicht darf, daß man das nicht tut,

was alles Schreckliche passieren kann ….?

 

Für all das Verpasste, für nicht gelebtes Leben, muß ich mir alleine die „Schuld“ geben! Nur ich, ich ganz alleine bin zuständig für mich!

 

Ich habe dafür zu sorgen, daß ich alles habe, was ich/meine Seele brauche/braucht und was gut für mich ist. Kein Mensch kann für mich

Entscheidungen treffen. Ganz egal, was der andere denkt, will oder tut. Ich treffe grundsätzlich ganz für mich alleine meine Entscheidung.

 

Aufhören mit falscher Rücksichtnahme! Und falschem Pflichtgefühl!

Ich bin als aller erstes mir gegenüber verpflichtet. Was will ich wirklich? Was ist für mich, für meine Seele wichtig und gut?

 

Die anderen sind für sich selbst zuständig, und nur für sich. Dafür, daß es ihnen gut geht, daß sie haben, was sie meinen zu brauchen, daß sie ihre

Meinung, ihren Willen, ihr Wünsche äußern – wenn sie dies wollen. Die anderen sind auch nicht dafür zuständig, daß es mir gut geht.

 

Also, warum mir den Kopf zerbrechen? Über Dinge, die mich nichts angehen und über ungelegte Eier. Ist das nicht vollkommen absurd?

Mir den Kopf zerbrechen – wegen anderen/für andere – über Situationen, die eventuell in der Zukunft eintreten könnten?

 

Wenn sie nicht eintreten, habe ich völlig umsonst vorzeitig graue Haare gekriegt, meine Nerven strapaziert, meine Energie verschleudert.

Wenn sie eintreten, dann treten sie ein, ob ich mir Sorgen mache, oder nicht. Außerdem ist die Chance, daß sie eintreten, größer, wenn ich mir

Sorgen mache. Selbsterfüllende Prophezeiung nennt sich das. Ich ziehe es durch mein negatives Denken regelrecht an.

Also, pass auf, was du dir wünschst. Es könnte in Erfüllung gehen.

Denn Sorgen sind auch Wünsche. Du möchtest nicht, daß ... passiert. Aber das Universum kennt keine Negierung, und sagt: Dein Wunsch ist mir Befehl.

 

So oder so: Sorge dich nicht. Das ist deinem Glück abträglich.

 

*****

 

Ich hatte diese Zeilen vor vielen Jahren geschrieben. Ausgelöst durch Gespräche mit A., durch die ich hautnah miterlebte, was mit übertriebener

Ängstlichkeit und mangelndem Vertrauen in sich, in andere und das Leben überhaupt, Negatives angerichtet werden kann.

Und wie es sich, wie in diesem Fall, auf ein Tier übertragen kann.

 

Ich kenne dieses Angst- und Sorgen-Macher-Programm sehr gut. Wurde ich doch selbst damit viele Jahre „geimpft“. Als Kind und auch noch als

Erwachsener wurde ich damit von bestimmten Menschen bombardiert. Es hat in mir oft Ärger und Wut ausgelöst, weil ich mich dem oft hilflos

ausgeliefert sah und nicht wußte, wie ich mich davor schützen und ihnen helfen könnte, die Dinge positiver zu sehen. Den Kontakt wollte und

konnte ich nicht beenden. Ich mußte mich immer dagegen wehren. Es war ein innerer Kampf, den ich mit mir selber ausgefochten habe.

Ich wollte ein anderes Leben führen. Vielleicht war ich deshalb so abenteuerlustig, habe vieles ausprobiert, habe mir viel von der Welt angeschaut

und viel erlebt. Ich demonstrierte ihnen, daß es auch anders geht. Und ich wollte ihnen helfen – das klassische Helfersyndrom lässt grüßen.

Dennoch - alles in allem viel Kampf, Unfreiheit - und Sorgen.

 

Wer erfährt schon als Kind, daß da eine wundervolle, interessante und spannende Welt auf es wartet mit vielen Möglichkeiten. Daß es stark,

frei und großartig ist? Sich sein Leben wundervoll gestalten und immer das Beste für sich wählen kann?

 

Wer wird schon als Kind „geimpft“ mit Liebe, Vertrauen, mit Freude, mit Begeisterung. Wem wird schon vermittelt, welch göttliches Geschöpf es ist?

Daß es die Liebe in sich trägt, daß es Liebe IST? Wem wurde der Rücken gestärkt, wer wurde ermutigt, wer wurde geliebt, so wie er/sie war?

Aus dem einzigen Grund: weil es dich gibt?

 

Wer hatte solche Vorbilder?

Solche „Vorbilder“ sind selten. Warum? Weil die Menschen selber keine solchen Vorbilder hatten. Sie haben es selbst nicht anders kennengelernt.

Sie geben das weiter, was sie eben kennen.

 

AUSSER: Ihr Bewusstsein verändert sich. Sie werden sich dessen bewusst.

Und wollen es ANDERS, besser machen. GRATULATION. Solche Menschen braucht die Welt!

 

Der Kreislauf kann durchbrochen werden.

GEH DU VORAN. Mache DU es anders! Du machst es für dich. Du machst es für deine Kinder. Du machst es für die Welt.

Du machst es für uns ALLE.

 

Tierkommunikation

Der Grund, warum dein Leben stagniert - und wie es wieder in Fluss kommt

Hast du das Gefühl, etwas behindert oder blockiert dich?

Ist da etwas, das stagniert? Merkst du, daß die Energien in deinem Körper,

in deinem Leben nicht fließen?

 

Stellst du dir die Frage: "Wie kommt mein Leben, mein Körper wieder in Fluss?"

 

Sehnst du dich nach mehr Freude, Ekstase und Leichtigkeit in deinem Leben?

 

Nun, dann geht es dir wie Vielen. Auch mir ging es so. Und ich gratuliere dir! Denn du bist dir

dessen schon bewusst und auf dem besten Weg zur Veränderung (viele sind sich ihres Zustandes

nicht bewusst, sondern mit ihrem Leid identifiziert).

 

Als ich begriff – gewusst hatte ich es schon lange -, als ich endlich verinnerlichte, warum mein Leben

nicht im Fluss war, konnte ich ganz klar erkennen, womit ich mir selber im Weg stand.

Und im Innersten weiß es jeder selbst:

 

Was will mein Herz? Was möchte meine Seele? Was ist es, was mein Herz vor Freude singen läßt?

Was gibt mir Erfüllung? Die Erfüllung dessen, wozu ich hierhergekommen bin. Auch Lebensaufgabe oder Berufung genannt.

 

Diesen Weg zu erkennen und ihm zu folgen, ist mitunter gar nicht so einfach. Es ist ein Prozeß und geschieht nicht über Nacht.

Der Weg führt uns meist durch viele Täler und über viele Höhen.

 

Die Angst und der Zweifel sind oft „Verhinderer“. Sie führen dich auf so manchen Umweg. Aber das darf auch sein.

Denn alle Erfahrungen sind Puzzleteile unseres Lebensspiels.

 

Was uns hier weiterbringt, ist das Bewusstwerden unserer Gefühle, das in-Liebe-Annehmen dieser „Schattenseiten“(integrieren)

und das Vertrauen in unsere Intuition. Unsere Seele wünscht sich nichts sehnlicher, als uns dabei zu unterstützen.

 

Ich wußte, was mich erfüllt, wann ich voller Freude bin, ganz in meiner Mitte, in meinem Element, wann ich überschäume

vor Glücksgefühlen und aus mir nur die pure Liebe sich verströmt … - aber ich hatte Angst.

 

Angst, die erforderlichen Schritte zu tun, Angst mich zu zeigen – ganz offen und verwundbar. Ganz und gar so wie ich bin.

Angst vor dem so Großen, Mächtigen, Unermesslichen. Vor dieser unbändigen Lebenslust und Ekstase. Wild und frei.

Ohne Grenzen, ohne Schranken. Unendlich und grenzenlos. Das ist es nämlich, was ICH BIN.

 

Das bist DU.

 

Um zu leben, wozu du gekommen bist, gehört Mut.

Willst du, daß dein Leben in Fluss kommt, willst du, daß dein Leben ein Freudenfest ist, dann habe Mut und folge dem Ruf deines Herzens.

 

Mehr ist nicht notwendig.

Aber auch nicht weniger.

 

29.08.2015

Von mangelnder Selbstliebe zu Liebe und Vertrauen

Vision unter der Dusche:

 

Ein Mensch in einem Café regt sich über ein paar fehlende Mandelplättchen auf seinem Bienenstich auf.

Ich sage ihm, daß Millionen von Menschen nichts zu essen haben, kein Heim, kein Wasser, Auto, Bücher, TV, PC …

 

„Wissen Sie eigentlich, wie gut es Ihnen geht? Wie gesegnet und reich Sie sind? Sie haben alles,

was Sie brauchen! Und sie regen sich auf über ein paar ….!

Anstatt daß Sie all die Fülle sehen und den Reichtum, in dem Sie leben! Anstatt daß Sie dankbar sind, mäkeln Sie an solchen Lappalien rum und suchen das Haar in der Suppe – die andere nie haben werden. Millionen Menschen verhungern …!“

 

Ende der Vision und meine Erkenntnis daraus:

 

Ich bin das (auch). Ich bin selbst der Mensch, dem ich das sage!!!

Ich jammere, kritisiere, und will auch das beste Stück mit ganz vielen Mandeln und möglichst wenig dafür bezahlen. Das ist der eine Teil in mir.

Der andere Teil in mir rügt mich für diesen Irrsinn.

 

Anderes Beispiel: Auf öffentlichen Toiletten

Ein Teil in mir fordert, mich zu beeilen, weil der nächste schon wartet.

In meinem Kopfkino drängt er mich, treibt mich an, verurteilt mich, greift mich an - weil ich so lange brauche.

Dieser Teil von mir hört den anderen schon ungeduldig an die Tür klopfen ..., und fühlt sich klein und schuldig dafür.

Der andere Teil in mir verteidigt sich: Ich brauch zwar nicht zu trödeln, wenn draußen jemand wartet – aber ich darf mir so lange Zeit nehmen,

wie ich eben brauche. Ich brauche mich nicht zu hetzen. Für die Ungeduld anderer bin ich nicht zuständig. Ich warte ja schließlich auch geduldig.

Es dauert so lange, wie es eben dauert. Punkt.

 

Eine Stimme in mir sagt das zu einer anderen Stimme in mir.

Ein Duell zwischen meinem inneren Antreiber und Kritiker gegen meinen Verteidiger.

 

Wer wird wohl gewinnen?

Das wird mir dann im Außen gespiegelt.

Solche erlebte Situationen sind der manifestierte Ausdruck meines Kopf-Kinos.

 

Gerade noch ist dieser "Drängler" nur in meinen Gedanken - schon rüttelt er wirklich an der Toilettentür.

Wie oft habe ich das erlebt! Und habe mich dermaßen geärgert darüber! Bis mir endlich klar wurde:

Ich habe mit meinen negativen Gedanken die Resonanzfläche dafür geboten und die Situation praktisch angezogen.

"Dein Wunsch sei mir Befehl!" sagt das Universum. Es unterscheidet nicht zwischen "haben wollen und nicht haben wollen" ...

Danke für diese Lektion!

 

Das lässt sich auf alle möglichen Situationen übertragen. Die Macht der Gedanken!

 

Kommen wir zurück zu dem Duell zwischen meinem inneren Antreiber, Kritiker und Verteidiger (und es gibt noch unzählige andere Stimmen in uns).

Warum ist das so? Können sich die Drei nicht vertragen? So viel Kampf und Widerstand! Außerdem: Zwei gegen Einen ist unfair!

 

Wenn ich in solche und ähnliche Situationen hineinfühle, nehme ich Gedanken und Gefühle wahr, wie:

Angst, zu kurz zu kommen, die schlechtere Karte zu ziehen, benachteiligt zu werden, nicht gesehen/akzeptiert/respektiert/wertgeschätzt zu werden,

sich klein fühlen, ungerechte Welt, das Leben ist hart, du mußt kämpfen für dein Recht, Rechthaberei, Manipulation, Lieblosigkeit und vieles mehr ….

 

Alle das Zeug, das man nicht haben will …

 

Warum auch immer, woher auch immer solche Gedanken und Gefühle kommen mögen:

Es ist ein klarer Fall von mangelnder Selbstliebe, der dem zugrunde liegt.

Es fehlt das Urvertrauen in das Leben. Das Urvertrauen in mich selbst.

 

Zu solchen unliebsamen Situationen muß es nicht (mehr) kommen.

Wenn ich mir bewusst werde und wahrnehme, was es da gerade in mir Liebloses denkt, kann ich diese Gedanken liebevoll annehmen,

in dem ich sage „danke, daß du mich daran erinnerst. Ich denke jetzt neu.“

 

Jedes ungute Gefühl, das ich gerade habe, ist ein Wegweiser zu einem destruktiven Gedanken. Was habe ich vor diesem Gefühl gedacht?

 

Wenn ich aber ins Vertrauen gehe, daß ich in Fülle lebe, daß für mich bestens gesorgt ist, daß alles da ist, was ich brauche, und zwar zur

richtigen Zeit und am richtigen Ort, genau dann, wenn es gebraucht wird – wie würde mein Leben wohl dann aussehen?

 

Es herrschte Harmonie. Der innere Kritiker, der Antreiber, der Zweifler und der Verteidiger hätten nichts zu tun. Kein Kampf. Kein Stress.

Statt dessen Ruhe, Frieden und Gelassenheit. Dankbarkeit und Freude.

 

Ich vertraue darauf, daß ich göttlich (von einer höheren Macht, von Leben, von der Liebe, wie auch immer man ES nennen mag) geführt werde

und daß das, was geschieht, stets zum höchsten Wohle geschieht. Was es auch sei. Ob es mir auf den ersten Blick gefällt oder nicht.

„Gut“ und „schlecht“ sind zwei wertfreie Seiten der gleichen Medaille. Nur unser Denken macht es zu Präferenzen.

 

Es gibt dann auch keine Gier und keinen Neid.

Wo ich gerade bin, ist der richtige Platz für mich. Das was ich gerade erlebe, ist das, was das Leben gerade für mich parat hält.

Jeder Widerstand gegen das, was gerade ist (das Leben) ist zwecklos.

 

Das Leben ist das, was passiert, und ist der beste und einzige Lehrmeister.

 

Und wie heißt es so schön: Du bist stets nur einen Gedanken davon entfernen, dein Leben zu verändern.

Konzepte - und wie Du Dich daraus befreien kannst

Ich lasse los und komme zu mir zurück: Stille, Leere, Weite, unendlich und grenzenlos: SEIN - in dem ALLES erscheint - wie ein Tropfen oder eine Welle –  und wieder abtaucht in den Ozean.

„Unser Leben“ ist voller Konzepte.

Wie es / etwas / jemand ist – nicht ist – sein soll – auf keinem Fall sein soll ...

 

Voller Bewertungen, Vorlieben, Abneigungen, erstrebenswert, langweilig, sinnvoll – sinnlos, wichtig – unwichtig, liebevoll – lieblos,  voller Annahme oder Ablehnung.

 

Vorsichtig wird inspiziert – und bei „Alarmstufe Rot“ werden Schutzmaßnahmen ergriffen.

Wobei die Skala von uns selbst definiert wird aufgrund unserer Erfahrungen und sie ist uns meist völlig unbewusst.

 

Wir beurteilen, bewerten oder verurteilen andere sehr schnell.

 

Wer ist er/sie? Wie ist sein/ihr Bewusstseinsstand? Lebt er/sie nur an der Oberfläche? Rauchen, Fleisch essen, sich betäuben mit Alkohol, Drogen, wahllos Zeug in sich hineinstopfen, Comedy anschauen, nur kritisieren und jammern, Machtspielchen, andere ausnutzen, Lügner, Heuchler, Aggressive, Opfer oder Täter …

 

Alles Attribute, die ich nicht mag (sagt vor allem der spirituell Suchende ...). Ablehnung. Sofort erwacht das

Bedürfnis, diese „Anderen“ zu belehren, zurechtzubiegen, auf den „richtigen“ Weg zu bringen. Ob sie wollen oder nicht …

 

Es wird gefordert und erwartet: Du mußt dich ändern. Du mußt so und so sein.

Ich will es / ihn / sie anders haben. Und zwar so, wie ich mir das vorstelle, wie ich es für richtig halte.

 

Ob Wetter, Situation oder Mensch: Das ist zu dies, jenes zu das. Jetzt hätte ich es gerne wärmer, aber nicht zu heiß. 

Der eine will Regen, der andere Sonne und der nächste Schnee.

 

Jemand jammert mir was vor – ich habe sofort die passende Lösung / Haltung / Idee für ihn/sie und erwarte, daß diese sofort angenommen und umgesetzt wird. Weil ich weiß, wie’s geht! Ich weiß, was für ihn/sie gut ist!

Dabei will er/sie womöglich nur jammern. Ist gar nicht interessiert an einer Veränderung! (Kommt öfter vor, als man denkt!)

 

Ich bin aber sofort auf die Jammerei angesprungen: identifiziert mit seinem/ihrem (vermeintlichen) Problem.

Dabei habe ich übersehen: Ich wurde gar nicht um Rat gefragt! Es wurde nur gejammert. Sich ausgekotzt. Müll abgeladen.

 

Konzepte über Konzepte!

Wie die Welt meiner Meinung nach ist – und wie sie sein soll!

Gedanken-Muster. Schubladen-Denken. Viele, viele Schubläden.

 

Was wäre, wenn ich all diese Gedanken, Muster, Schubläden, Konzepte etc. streichen würde, auslöschen, verbrennen, vernichten –

einfach loslassen würde?

Nur für einen Moment. Jetzt.

 

Aaahh – ich konnte gerade spüren, wie eine Last abfiel.

 

Einfach  s e i n  lassen.

Taucht etwas davon auf – wird es einfach gesehen.

Es ist einfach da.

Nichts damit machen.

Keine Geschichte dazu basteln.

Es wird einfach „gesehen“ – was gerade da ist.

Keine Anhaftung.

Nicht weghaben wollen.

„Sehen“, es ist nur ein Gedanke.

Es ist nicht die Wahrheit.

 

Das Leben – Gott – kommt gerade als „das“ daher:

Als Sonne, Regen, Jammern, Kritisieren, Person, Sitzen, Zigarette, Rauch, Schmerz, Freude, Traurigkeit ….

 

Was wäre, wenn ich alles – wirklich alles – was gerade da ist, ganz neu und frisch, ganz jungfräulich erleben würde? Wenn es – was es auch ist – gerade aus der Stille, aus dem unendlichen, grenzenlosen SEIN, aus der Leere auftaucht, erscheint und wieder verschwindet – in jedem Moment völlig neu?

 

Jeder Moment, jeder Augenblick wäre neu, frisch, zart, ganz, vollkommen – genau so wie er ist. Was es auch sei. Alles dürfte sein – ganz einfach, weil es so ist wie es ist. In jedem Moment. Ohne Geschichte. Ohne Bewertung. Ohne Zensur.

 

Die Oberflächlichkeit, die ich bei anderen anprangere – ist in Wahrheit meine eigene Oberflächlichkeit: mein Schubladen-Denken, meine Konzepte, die ich anderen überstülpen möchte, mein „Andere-ändern-wollen“, meine Blindheit. Der Gedanke an Trennung: Du und ich. Die Illusion eines handelnden Individuums.

 

Diese vermeintliche Oberflächlichkeit "Anderer", oder was auch immer ich bei Anderen anprangere, kann mich von nun an erinnern an mein Verhaftetsein, meine Identifikation, an meine Konzepte.

 

Ich lasse los und komme zu mir zurück:

Stille, Leere, Weite, unendlich und grenzenlos: SEIN - in dem ALLES erscheint - wie ein Tropfen oder eine Welle –

und wieder abtaucht in den Ozean.

 

Dann bin ich auch nicht mehr identifiziert mit der Person/dem Körper, die/der ich meine zu sein. Dieser Körper tut, was er tut, es geschieht, was geschieht – und zwar immer nur jetzt, dem ewigen „Jetzt“. Es gibt keine Zeit. Und niemand, der etwas tut. Keine Person. Kein Handelnder. Keine Trennung. Es gibt nur SEIN. Eins-Sein. Und das illusorische Spiel darin. In dem sich jeder Einzelne natürlich ganz wichtig nimmt und sich als Nabel der Welt sieht … Identifikation eben.

 

Mein persönliches Leben – nur eine Geschichte. Ein Traum. Der sehr real erscheint.

Als identifiziertes, "scheinbar getrenntes" Wesen bin ich nicht fähig, die Wahrheit zu erkennen.

Ich lebe scheinbar in einem dualen System, das besagt:

Hier bin ich – da bist du. Das ist mein – das ist dein.

Wie du mir – so ich dir. Das ist gut – das ist schlecht.

Ich muß mich anstrengen, kämpfen, damit ich auch ein Stück vom Kuchen abbekomme. Ich will geliebt werden, akzeptiert, gelobt, anerkannt.

Ich mache mich abhängig von der Meinung und dem Wohlwollen anderer. Ich bin manipulierbar durch andere, mich selbst, die Medien, die Werbung. Alles beeinflusst mein Denken, meine Worte, mein Handeln - "meine" Welt.

 

Ich lerne, daß es riskant ist zu vertrauen, sein Herz zu öffnen, Liebe zu zeigen, überhaupt zu lieben. Ich lerne, wie ich sein soll, wie man mich haben will, wie ich mich durchs Leben mogeln kann, wie ich am besten nicht anecke, daß ich mich schützen muß, und vieles mehr. Ich lerne mich zu verbiegen, zu verleugnen und viele Masken zu tragen.

 

Dieses ganze erlernte und erworbene Gedanken-Konstrukt umgibt mich wie eine Decke, eine Hülle, ein Schleier und vernebelt mir eine klare Sicht.

 

Dieses auf Angst basierende Menschen-Leben kann ganz schön anstrengend sein. Klar, es gibt auch lichtvolle, schöne Momente. Aber wie lange halten die an? Spätestens dann, wenn scheinbar wieder so ein Tropf kommt, der dir das Leben vermiesen will … Irgendeiner drückt immer einen deiner vielen Knöpfe …

 

Natürlich kann man dann „gute Ratschläge“ erhalten:

„Übernimm die Verantwortung für dein Leben“, oder „jeder ist seines Glückes Schmied“, oder „du mußt an dir arbeiten, deine Themen auflösen, Blockaden beseitigen“, „mach eine Therapie, geh zum Psychologen, zum Wunderheiler, lerne dich selbst zu lieben …“

 

Oder: „lerne dich selbst kennen, schau nach innen, was ist jetzt gerade, was braucht es jetzt gerade, sei mit dem, was gerade ist, mach keine Geschichte daraus, nimm wahr ..." Und da kommen wir der Sache schon näher.

Du suchst nicht mehr im Außen. Du trittst die Heimreise an. Und endlich – letztendlich – wird klar:

 

Du– dein wahres Selbst – warst und bist schon immer „daheim“. Du warst nie weg. Du warst nie getrennt. Du warst und bist schon immer ewiges, reines SEIN. Die Leinwand, auf der das Leben spielt. Der Körper namens ... ist nur Teil des scheinbaren Spiels. Ein Ausdruck des Göttlichen. So wie alle Materie Ausdruck ist des Göttlichen Spiels. SEIN.

 

Du hast vor lauter Wellen den Ozean nicht gesehen.

Und du kannst den Ozean nicht sehen, denn du  b i s t  der Ozean.

 

Wann dieses Spiel vorbei ist? Wer weiß?

Du (Person) kannst es nicht beenden. Du bist Teil des Spiels.

 

Es geschieht einfach.

 

07.02.2017

Urheberrechtshinweis

© Copyright: 2017-2021 Hildegard Schneider. Alle Rechte vorbehalten. Alle Texte, Bilder, Fotografien, Zeichnungen und Grafiken sind nach dem Urheberrechtsgesetz (UrhG)

geschützte Werke von Hildegard Schneider, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet.